St. Petersburg. Mit einem 4:0-Sieg macht Zenit St. Petersburg seinem Namen alle Ehre und schießt Bayern München von Wolke sieben. Aus dem angestrebten Triple der Bayern wird nichts. Stattdessen zieht Zenit ins Finale ein. |
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| Es ist ein böser Absturz für die Bayern. Sie galten als haushoher Favorit im UEFA-Cup. Namen wie Luca Toni, Franck Ribery und Miroslav Klose sind der Fußballwelt seit langem ein Begriff. Mit solchen Stars schien der Gewinn des UEFA-Cups nur ein Spaziergang. Stattdessen gerieten die Bayern kurz vor dem Ziel ins Stolpern. | ||
Abgeschossen – Bayern schwebten zu hochSchon im Viertelfinale hätte für den deutschen Rekordmeister Endstation sein können. Doch die „Dusel-Bayern“ retteten sich gegen Getafe in letzter Sekunde. Zenit hingegen eliminierte zeitgleich Bayer Leverkusen in souveräner Manier. |
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Vorsicht war also angesagt. Doch selbst nach dem schwachen 1:1 in München schwebten die Bayern noch über den Dingen, wähnten sich nach dem Pokalsieg und angesichts ihrer Dominanz in der Bundesliga als unbesiegbar. Zenit – eigentlich der Name für ein russisches Raketensystem – schoss den haushohen Favoriten somit problemlos ab. Qualitätsproblem der Bundesliga, neue Konkurrenz aus RusslandDie Bundesliga muss nun erkennen, dass sie ein Qualitätsproblem hat. Hinter den großen Ligen hinkt sie schon lange hinterher. Nun bekommt sie auch noch Konkurrenz aus dem Osten. Zenit St. Petersburg ist dank Millionensponsoring von Gazprom qualitativ nicht schlechter bestückt als Bayern München, auch wenn Spielernamen wie Pogrebnjak, Faisulin und Syrjanow außerhalb von Russland wenig bekannt |
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| Und auch die anderen Clubs rüsten auf. Millioneneinkäufe sind für Traditionsvereine aus Russland mit Gas-, Öl- und Stahlkonzernen im Rücken kein großes Problem mehr. Zuletzt kaufte Spartak Moskau für eben mal vier Millionen Euro den Herthaner Malik Fathi. Der Wettbewerb wird also härter. Die Zeiten der Geringschätzung des russischen Fußballs sollten zu Ende sein. |
Weblog-Archiv für 4. Mai 2008
UEFA-Cup: Zenit schießt Bayern München vom Himmel
Verfasst von Kris Roman am Mai 4, 2008
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Ermordete Zarenfamilie nun komplett identifiziert
Verfasst von Kris Roman am Mai 4, 2008
| Jekaterinburg. US-Genetiker haben Überreste der beiden bislang fehlenden Zarenkinder Alexej und Maria identifiziert. Sie waren im Juli 2007 bei Jekaterinburg gefunden worden, wo die Zarenfamilie 1918 ermordet wurde. | ||||||
| „Jetzt haben wir die Familie komplett“, freute sich der Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Eduard Rossel. Das wichtigste Genetik-Labor der USA hätte seine Untersuchungen beendet und eindeutig bestätigt, dass die gefundenen Überreste zusammenpassen, so Rossel. Laut Interfax waren die im Juli 2007 gefundenen Knochen und Zähne zunächst von russischen Experten und dann von DNK-Spezialisten des US-Militärs sowie der Universität von Massachusetts untersucht worden. | ||||||
| Obwohl es sich nur um sechs Zähne, ein Zahnfragment und 48 Knochensplitter handelt, von denen viele nicht einmal ein Gramm schwer sind, erlaubten sie den Medizinern schon vor der genetischen Untersuchung einige Rückschlüsse. | ||||||
Das Alter passt- und die noblen ZahnfüllungenSo wurde alsbald geklärt, dass es sich um Überreste eines 12 bis 14 Jahre alten Jungen und einer etwa 18 Jahre alten jungen Frau handelt. Auch wiesen die Knochen zum Teil Schussspuren auf – und die Zähne Füllungen aus Silber-Amalgam, wie sie auch bei den 16 Jahren zuvor nahe Jekaterinburggefundenen Gebeinen der Fall war. |
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Die damals geborgenen Überreste von neun Toten wurden nach aufwändigen, aber bis heute noch immer angezweifelten internationalen Analysen als die im Juli 1918 von den Kommunisten erschossene Zarenfamilie und der mit ihnen umgekommenen Hausangestellten identifiziert. Zwei Personen fehlten allerdings: Der immer kränkliche Thronfolger Zarewitsch Alexej und seine ältere Schwester Maria. Am 17. Juli 1998, 80 Jahre nach der Bluttat, wurden die Gebeine der Monarchenfamilie mit aller gebotenen Ehrfurcht in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in St. Petersburg beigesetzt. |
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Die Kirche könnte nun an ihren Zweifeln zweifelnDie russisch-orthodoxe Kirche wollte die Untersuchungsergebnisse aber nicht anerkennen. Bei der feierlichen Beisetzung in Beisein des damaligen Präsidenten Boris Jelzin waren deshalb nur einfache Priester beteiligt. |
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| Als Beleg dafür, dass die Echtheit der Gebeine nicht garantiert ist, verweist man in Kirchenkreisen auch darauf, dass sich in den bald zehn Jahren seit der Bestattung dort kein Wunder ereignet hat – nicht einmal ein kleines. Am echten Grab des als Märtyrer inzwischen heilig gesprochenen Zars wäre dies aber zu erwarten. | ||||||
| Die jetzt wissenschaftlich bestätigte Echtheit der zwei fehlenden Toten könnte die Kirche nun zur Anerkennung der Identifikation der ganzen Familie bewegen – schließlich galt ihr das Fehlen der beiden Zarenkinder bisher als Grund zum Zweifeln. | ||||||
| An der Stelle am Rande Jekaterinburgs, wo die Zarenfamilie nach der Erschießung auf dem Gelände eines aufgegebenen Bergwerks mit Säure übergossen und verbrannt worden war, steht heute schon ein Kloster mit sieben Kirchen, dass sich als Wallfahrtsziel zunehmender Beliebtheit erfreut. | ||||||
Ein Menetekel? Brand im Kloster auf dem ZarengrabMöglicherweise wird es der wundergläubigen Orthodoxie aber noch zu denken geben, dass just am Tag von Rossels Bekanntgabe der Echtheit dort in Nebengebäuden ein großes Feuer ausbrach. Schaden an den Gotteshäusern entstand dabei aber nicht. |
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| Das Ergebnis aus den USA dürfte aber auch die seit Jahrzehnten umgehenden Geschichten angeblicher Thronerben, die das Massaker überlebt hätten, endgültig entkräften. Die Tatsache, dass bislang zwei Zarenkinder fehlten, hatte derartige Spekulationen nochmals angeheizt.
Jekaterinburger Historiker, Heimatforscher und Archäologen hatten den Ort des Begräbnisses von Alexej und Marija in detektivischer Geduldsarbeit ausgemacht. Basis war ein lange geheim gehaltener Bericht des Kommandeurs des Erschießungskommandos Jakow Jurowski.
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| Die geplante spurlose Beseitigung der Leichen nahm damals improvisierte Züge an, weil der Lastwagen mit den Toten auf einem feuchten Weg durch ein Sumpfgebiet stecken blieb. Neun Tote wurden in einer Grube neben der Straße mit Säure übergossen und angezündet, das Massengrab schließlich mit Schwellen abgedeckt. | ||||||
Dass zwei Personen an anderer Stelle verscharrt wurden, war dabei ein Trick zum Spurenverwischen: Die Zahl der Toten sollte nicht mit der der Erschossenen zusammenpassen. Das Spurenverwischen besorgte das GegenteilWährend man bislang immer nur in der unmittelbaren Nähe nach einem weiteren Grab gesucht hatte, gingen die Forscher jetzt davon aus, dass sich das Beseitigungskommando in dem Sumpfgebiet mit den zwei Leichen nur entlang der Straße vorwärts oder zurück hatte bewegen können. |
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| Anderthalb Kilometer entfernt wurden man dann auch fündig – dank der Brandspuren eines großen Lagerfeuers, dass die Männer damals über dem Grab entfacht hatten, um die Anzeichen eines Begräbnisses zweier zuvor verbrannter Leichen an dieser Stelle zu tilgen. | ||||||
Somit ist jetzt nicht auszuschließen, dass es am 17. Juli in der Peter-Pauls-Festung erneut zu einem Zarenbegräbnis kommt: Die Familie von Nikolaus II. wäre dann am 90. Jahrestag ihres Todes wieder vereint |
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Umfrage: 70 Prozent der Russen begrüßen Teilnahme von Raketen und Panzern an Militärparade auf Rotem Platz
Verfasst von Kris Roman am Mai 4, 2008
70 Prozent der Russinnen und der Russen begrüßen die Teilnahme der schweren Kampftechnik an der Militärparade auf dem Roten Platz. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WAZIOM.
In diesem Jahr werden bei der Militärparade anlässlich des Jahrestags des Sieges im Zweiten Weltkrieg auf dem zentralen Platz der russischen Metropole erstmals seit mehreren Jahren wieder Panzer und Raketen vorgeführt.
44 Prozent der Befragten sprachen sich „eindeutig“ und weitere 26 Prozent „eher“ für die Wiederaufnahme dieser Tradition aus. Zehn Prozent waren dagegen und 20 Prozent konnten keine Antwort darauf geben.
Die Befürworter der Wiederaufnahme (76 Prozent der Männer und 67 Prozent der Frauen) begründen ihren Standpunkt damit, dass Russland seine Militärmacht zeigen muss (23 Prozent). Nach Ansicht von 15 Prozent würde das die Parade feierlicher und spektakulärer machen. 16 Prozent meinten, dies sei eine gute Tradition gewesen. Neun Prozent würden selbst sich die neue Technik gerne anschauen.
Die Gegner meinten, dies würde beachtliche Ausgaben erfordern, die sinnvoller in anderen Bereichen genutzt werden könnten (25 Prozent). 23 Prozent waren der Auffassung, dass es nicht zweckmäßig sei, die neueste Technik zur Schau zu stellen. 17 Prozent äußerten ihre Besorgnis über eine negative Auswirkung solcher Paraden auf die historischen Architekturdenkmäler im Stadtzentrum. Acht Prozent äußerten die Auffassung, dass die Zeit solcher Paraden vorbei sei.
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Russlands Reservefonds und Wohlstandsfonds weisen gute Dynamik auf
Verfasst von Kris Roman am Mai 4, 2008
Russlands Reservefonds hat nach dem Stand vom 1. Mai 3,069 Billionen Rubel (129,8 Milliarden Dollar) und der nationale Wohlstandsfonds 773,82 Milliarden Rubel (32,72 Milliarden Dollar) betragen. Das geht aus einer Mitteilung des Finanzministeriums Russlands hervor.
Nach dem Stand vom 1. April hatten der Reservefonds 3,068 Billionen Rubel (130,48 Milliarden Dollar) und der nationale Wohlstandsfonds 773,57 Milliarden Rubel (32,90 Milliarden Dollar) ausgemacht.
Damit sind der Reservefonds innerhalb eines Monats um rund eine Milliarde Rubel und der nationale Wohlstandsfonds um 0,25 Milliarden Rubel gewachsen.
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