Michail Logvinov für RIA Novosti
Die Vereinigung deutscher und russischer Ökonomen, dialog e.V., veranstaltet am 24./25. Mai in Moskau ihr jährliches Symposium zu deutsch-russischen Wirtschaftsfragen.
Das Thema lautet in diesem Jahr „Zwischen Pipeline und Hightech – Die Rolle Deutschlands bei der Diversifizierung der russischen Wirtschaft“.
In diesem Jahr werden neue Wege bestritten. Das bisher in der Gründungsstadt des dialog e.V. Tübingen beheimatete Symposium findet dieses Mal in der renommierten Higher School of Economics (HSE) in Moskau statt. Die Schirmherrschaft übernimmt die deutsche Botschaft in Moskau; gefördert wird die Veranstaltung von der Robert-Bosch Stiftung.
Die russische Wirtschaft befindet sich derzeit im Umbruch.
In die wirtschaftliche Arbeitsteilung zwischen Deutschland und Russland ist eine neue Dynamik gekommen. Russische Unternehmen präsentieren sich in Deutschland und auf dem Weltmarkt als selbstbewusste Investoren. Die russische Regierung verfolgt eine Wirtschaftspolitik, die eine Verringerung der Rohstoffabhängigkeit der russischen Wirtschaft zum Ziel hat.
Deutsche Unternehmen, die traditionell eine gute Position in der Investitionsgüterindustrie haben, verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse. Wo sehen sie ihre Chancen? Wo liegen die Schwerpunkte der russischen Investitionen in Deutschland? Wie tragfähig sind die Strategien russischer Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte?
Die internationale Zusammenarbeit von Unternehmen ist in einer globalisierten Wirtschaft selbstverständlich. In welchen Bereichen und in welcher Form deutsche und russische Unternehmen zukünftig in beiderseitigem Interesse kooperieren werden, soll auf dem diesjährigen dialog-Symposium diskutiert werden.
Es werden namhafte Referenten erwartet. So haben zum Beispiel Arkadi Dworkowitsch von der Präsidentenverwaltng; Olga Sokolowa vom russischen Wirtschaftsministerium; Veronika Bienert, CFO Siemens Russia; Jörg Bongartz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank Ltd. (Moskau); Carsten Weber vom Energiekonzern RWE und Alexander Kostinski von der russischen Staatsholding Rosnanotech ihre Teilnahme zugesagt.
