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Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Genetischer Fingerabdruck des letzten Zaren erstellt

Verfasst von Kris Roman am September 4, 2008

 

Russische Experten nennen dieses Verfahren einmalig: Ein 120 Jahre alter Blutfleck vom Hemd des letzten Zaren Nikolaus II. hat es ermöglicht, dessen DNS-Profil zu erstellen.

„Ich weiß keine weiteren Beispiele in Russland, dass die für das genetische Profil verwendete DNS aus einem so alten Blutfleck stammen würde“, sagte Nikolai Newolin, Chefgerichtsmediziner des Gebiets Jekaterinburg, am Donnerstag gegenüber RIA Novosti.

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Große Anteilnahme an der Beisetzung Solschenizyns

Verfasst von Kris Roman am August 12, 2008

Tausende Menschen sind am Mittwoch zur Beerdigung von Alexander Solschenizyn gekommen und haben auf dem Friedhof des Donskoj-Klosters Abschied vom Schriftsteller genommen.

„Danke, Danke, Danke“, flüstert leise eine ältere Frau, am Grab von Solschenizyn. Sie ist, wie zahlreiche andere Menschen auch auf den Friedhof ins Donskoj-Kloster gekommen. Zur Beerdigung des am Sonntag verstorbenen Schriftstellers Alexander Isajewitsch Solschenizyn, der hier seine letzte Ruhe gefunden hat.

Auf dem Friedhof ist sein Grab kaum zu sehen, so viele Menschen wollen sich von dem Literatur-Nobelpreisträger verabschieden. Es riecht nach den Tannennadeln der Gedenkkränze, die um das Grab herum verteilt wurden. Unter anderem haben die Präsidialverwaltung und das Bolschoi Theater einen Kranz aufgestellt.

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Putin will Solschenizyns Werke russischen Schülern näher bringen

Verfasst von Kris Roman am August 8, 2008

Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat das Bildungsministerium beauftragt, die Präsenz von Alexander Solschenizyns Werken in den Lehrprogrammen zu erweitern.

„Solschenizyn hat zusammen mit seinem Volk eine große Tragödie und Repressionen erleben müssen. Mit seinem Leben hat er die Gesellschaft gegen alle Arten von Tyrannei geimpft“, sagte Putin am Dienstag bei einem Treffen mit Bildungsminister Andrej Fursenko.

Putin bat Fursenko um Vorschläge zum Thema, wie „das Schaffen von Solschenizyn einen würdigen Platz im Lehrprozess einnehmen“ kann. Die aktuellen Lehrprogramme böten zwar die Möglichkeit, in seine Werke Einblick zu nehmen, das reiche aber nicht aus.

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Die Wahrheit über die Panzerschlacht bei Prochorowka

Verfasst von Kris Roman am Juli 24, 2008

Ilja Kramnik, RIA Novosti

http://de.rian.ru

Die 65 Jahre zurückliegende Schlacht bei Kursk gehört zu den wichtigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs.

Sowohl in Russland als auch im Ausland ruft sie nach wie vor das Interesse von Wissenschaftlern hervor. Die Zahl der Forschungsarbeiten, die den Ereignissen vom Sommer 1943 zwischen Orjol und Charkow gewidmet sind, nimmt ständig zu.

Wie jedes große historische Ereignis ist die Schlacht bei Kursk sehr mythologisiert worden – von verschiedenen Seiten, so dass das wahre Bild des Geschehnisses erst jetzt klarer hervortritt. Die meisten Mythen ranken sich um die Kämpfe im Raum von Prochorowka vom 7. bis 15. Juli.

Besonders hervorzuheben sind die Gefechte zwischen den Korps der 5. Garde-Panzerarmee und den Panzergrenadierdivisionen des II. SS-Panzerkorps bei Prochorowka am 12. Juli 1943. Die Meinungen der Wissenschaftler über dieses Gefecht sind dabei mitunter diametral entgegengesetzt: von der „vollen Zerschlagung“ der Roten Armee bis zu der ebenso „vollen Zerschlagung“ der ihr gegenüberstehenden Wehrmacht- und SS-Einheiten.

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Geschichte Russland: Alexi II. besteigt den Thron

Verfasst von Kris Roman am Juni 10, 2008

Am 10. Juni 1990 erfolgte die Amtseinführung des Patriarchen der Russisch-orthodoxen Kirche, Alexi II. Geboren am 23. Februar 1929 im estnischen Tallinn, wurde er bereits in den 1960er Jahren zum Metropoliten von Tallinn und Estland, später von Leningrad und Nowgorod.

Genauso alt wie Alexi II. ist die Sängerin Ljudmila Sykina. Die Diva russischer Volksmusik und sowjetpatriotischen Liedguts wird am heutigen 10. Juni 77 Jahre alt. Trotz ihres Alters ist die Volkskünstlerin der UdSSR aktiv wie nie zuvor und für die ältere und mehr konservativ gesinnte Generation ein absoluter Star ihres Genres.

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Historiker aus Russland und Lettland planen Kommission für geschichtliche Streitfragen

Verfasst von Kris Roman am Mai 15, 2008

Russische und lettische Historiker erörtern am Mittwoch in einer Sitzung in der Russischen Akademie der Wissenschaften die Gründung einer gemeinsamen Kommission für die Prüfung von Streitfragen in der Geschichte beider Länder.

Das sagte der Direktor des Instituts für Allgemeine Geschichte an der Russischen Akademie der Wissenschaften, Alexander Tschubarjan, vor der Presse.

Ihm zufolge werden die Historiker Herangehensweisen für die Erforschung der gemeinsamen Geschichte beider Länder und deren Unterricht besprechen.

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Geschichte Russland: Katharina kehrt nach Marx zurück

Verfasst von Kris Roman am Mai 14, 2008

Am 14. Mai 1849 gab Zar Nikolaus I. der Bitte der deutschen Kolonie im Katharinenstadt (heute Marx) an der Wolga statt, ein Denkmal für Katharina II. errichten zu dürfen. Drei Jahre später wurde es feierlich enthüllt.
Die Deutschen an der Wolga verdankten Katharina ihren Zuzug nach Russland, wo sie jenseits aller ökonomischen Nöte, die damals in Deutschland herrschten, eine neue Existenz aufbauen konnten. Kein Wunder also, dass sie ihre Gönnerin verewigen wollten.
 

Das Monument stand bis 1941, als es zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde. Die deutsche evangelische Gemeinde in Marx will es nun neu errichten und ist dabei, Geldquellen für die Finanzierung aufzutun.

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Größte Militärparade seit Sowjetzeit in Moskau verlief reibungslos

Verfasst von Kris Roman am Mai 10, 2008

Die größte Militärparade seit der Sowjetzeit ist am Freitag in Moskau reibungslos verlaufen.

Die Schau, an der fast 8000 Armeeangehörige, 111 gepanzerte Fahrzeuge sowie 32 Flugzeuge und Hubschrauber teilnahmen, galt dem 63. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland. Die prunkvolle Parade wurde vom neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew abgenommen, der zugleich Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte ist.

Zum ersten Mal seit 1990 fuhren im Stadtzentrum von Moskau wieder Panzer und sonstige schwere Kampftechnik auf. Ex-Präsident Wladimir Putin hatte die Parade nicht als „Säbelrasseln“ bezeichnet. Das wieder erstarkende Russland wolle neue Raketen und Kampfflugzeuge präsentieren und damit zeigen, dass sein Verteidigungspotenzial ausreichend genug sei. Von Drohungen an die Adresse des Westens sei dabei keine Rede.

Für schönes Wetter sorgten zehn speziell ausgerüstete Flugzeuge der russischen Luftwaffe, die in einer Höhe von bis zu 4500 Metern in einem Umkreis von 50 bis 300 Kilometern von Moskau in den Wolken ein Präparat versprühten, um den Regen zu provozieren. Somit blieb der Himmel über Moskau klar.

Zuletzt war schwere Kampftechnik bei der Parade in Moskau am 7. November 1990 aufgefahren. 1991-1994 wurden keine Paraden durchgeführt. Erst 1995 marschierten Kriegsveteranen anlässlich des 50. Siegestages über den Roten Platz. Am Poklonnaja-Berg wurde an diesem Tag Kampftechnik präsentiert.

Auf Beschluss des russischen Präsidenten wurden ab Mai 2008 Militärparaden unter Teilnahme schwerer Technik in Moskau wiederaufgenommen.

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Russland und Ukraine feiern Geburtstage von Gogol und Tschechow

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Russland und die Ukraine feiern im kommenden Jahr zusammen den 200. Geburtstag des Schriftstellers Nikolai Gogol und 2010 des 150. Geburtstag des Schriftstellers Anton Tschechow.

Die russische Kulturbehörde (Roskultura) und das ukrainische Ministerium für Kultur und Tourismus unterzeichneten am Dienstag bei der Eröffnung einer Ikonenausstellung aus der Sammlung des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko im Moskauer Puschkin-Museum für bildende Künste ein entsprechendes Abkommen.

„Das Dokument wurde im Rahmen des Veranstaltungsplans von Roskultura und dem ukrainischen Kulturministerium für die Jahre 2007 bis 2009 signiert. In der nächsten Zeit wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe für die Ausarbeitung und die Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten gegründet, der bekannte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens beider Länder angehören werden“, teilte der Vizechef der Abteilung für Auswärtige Beziehungen von Roskultura, Jewgeni Miljutin, RIA Novosti mit.

Roskultura-Chef Michail Schwydkoi teilte mit, der Regisseur Roman Wiktjuk sei gebeten worden, ein Theaterstück nach einem der Werke von Gogol auf russisch und auf ukrainisch zu inszenieren.

Wie es heißt, wird auch für das Tschechow-Jubiläum eine Arbeitsgruppe gegründet.

Schwydkoi zufolge wird zu diesem Anlass das Haus des Schriftstellers in Jalta (auf der Krim) restauriert.

Das Abkommen sieht zudem eine Zusammenarbeit beider Länder im Filmbereich vor. Demnach findet am Rande des 30. Moskauer Filmfestivals ein Treffen zwischen russischen und ukrainischen Produzenten statt. Für dieses Jahr ist zudem ein Tag des ukrainischen Films geplant.

Außerdem schlug Schwydkoi vor, in Russland eine Ausstellung der ukrainischen Avantgardekunst vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts zu organisieren.

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Mutmaßliche Gebeine von russischen Zarenkindern zur Identifizierung in Österreich

Verfasst von Kris Roman am Mai 6, 2008

Nach einer positiven Identifizierung in den USA sollen die mutmaßlichen Gebeine zweier Kinder des letzten russischen Zaren Nikolaus II. nun in Österreich einer Expertise unterzogen werden.

Zwei russische Gerichtsmediziner fliegen am heutigen Montag nach Österreich ab, um der Identifizierung der Überreste als Beobachter beizuwohnen, teilte Nikolai Newolin, Chef des Büros für Gerichtsmedizin des russischen Ural-Gebietes Swerdlowsk, mit. Die Gebeine sollen unter Leitung des Gen-Experten Walter Parson untersucht werden, der die Identifizierung des Schädels von Wolfgang Mozart durchgeführt hatte.

Die Gebeine waren am 29. Juli 2007 bei Ausgrabungen nahe der Ural-Stadt Jekaterinburg entdeckt worden. Vorige Woche teilte Gebietsgouverneur Eduard Rossel mit, dass eine Analyse in den USA bestätigt habe, dass die Überreste von Zarensohn Alexej II. und der Großfürstin Maria Nikolajewna – Kinder des letzten russischen Zaren, Nikolaus II. – stammen. Dennoch führen russische und ausländische Wissenschaftler weitere Analysen.

Die Zarenfamilie Romanow wurde von den Bolschewiki in der Nacht zum 17. Juli 1918 in Jekaterinburg (Ural) erschossen. Erste Meldungen über Leichenfunde, die Merkmale eines gewaltsamen Todes aufwiesen, tauchten 1991 auf. Nach drei Gen-Untersuchungen (1993 in Großbritannien, 1995 in den USA und 1997 in Russland) kam eine zuständige Kommission zu dem Schluss, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen tatsächlich um die Überreste der neun Mitglieder der Zarenfamilie handelt. Die Gebeine wurden in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in Sankt Petersburg beigesetzt.

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Ermordete Zarenfamilie nun komplett identifiziert

Verfasst von Kris Roman am Mai 4, 2008

Jekaterinburg. US-Genetiker haben Überreste der beiden bislang fehlenden Zarenkinder Alexej und Maria identifiziert. Sie waren im Juli 2007 bei Jekaterinburg gefunden worden, wo die Zarenfamilie 1918 ermordet wurde.
„Jetzt haben wir die Familie komplett“, freute sich der Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Eduard Rossel. Das wichtigste Genetik-Labor der USA hätte seine Untersuchungen beendet und eindeutig bestätigt, dass die gefundenen Überreste zusammenpassen, so Rossel. Laut Interfax waren die im Juli 2007 gefundenen Knochen und Zähne zunächst von russischen Experten und dann von DNK-Spezialisten des US-Militärs sowie der Universität von Massachusetts untersucht worden. 
Obwohl es sich nur um sechs Zähne, ein Zahnfragment und 48 Knochensplitter handelt, von denen viele nicht einmal ein Gramm schwer sind, erlaubten sie den Medizinern schon vor der genetischen Untersuchung einige Rückschlüsse. 

Das Alter passt- und die noblen Zahnfüllungen

So wurde alsbald geklärt, dass es sich um Überreste eines 12 bis 14 Jahre alten Jungen und einer etwa 18 Jahre alten jungen Frau handelt. Auch wiesen die Knochen zum Teil Schussspuren auf – und die Zähne Füllungen aus Silber-Amalgam, wie sie auch bei den 16 Jahren zuvor nahe Jekaterinburggefundenen Gebeinen der Fall war. 

 
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Am 17. Juli 1918 machten die Sowjets mit der entmachteten Herrscherfamilie kurzen Prozess (Foto: archiv)

Die damals geborgenen Überreste von neun Toten wurden nach aufwändigen, aber bis heute noch immer angezweifelten internationalen Analysen als die im Juli 1918 von den Kommunisten erschossene Zarenfamilie und der mit ihnen umgekommenen Hausangestellten identifiziert. 

Zwei Personen fehlten allerdings: Der immer kränkliche Thronfolger Zarewitsch Alexej und seine ältere Schwester Maria. Am 17. Juli 1998, 80 Jahre nach der Bluttat, wurden die Gebeine der Monarchenfamilie mit aller gebotenen Ehrfurcht in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in St. Petersburg beigesetzt. 

Die Kirche könnte nun an ihren Zweifeln zweifeln

Die russisch-orthodoxe Kirche wollte die Untersuchungsergebnisse aber nicht anerkennen. Bei der feierlichen Beisetzung in Beisein des damaligen Präsidenten Boris Jelzin waren deshalb nur einfache Priester beteiligt. 

Als Beleg dafür, dass die Echtheit der Gebeine nicht garantiert ist, verweist man in Kirchenkreisen auch darauf, dass sich in den bald zehn Jahren seit der Bestattung dort kein Wunder ereignet hat – nicht einmal ein kleines. Am echten Grab des als Märtyrer inzwischen heilig gesprochenen Zars wäre dies aber zu erwarten. 
Die jetzt wissenschaftlich bestätigte Echtheit der zwei fehlenden Toten könnte die Kirche nun zur Anerkennung der Identifikation der ganzen Familie bewegen – schließlich galt ihr das Fehlen der beiden Zarenkinder bisher als Grund zum Zweifeln. 
An der Stelle am Rande Jekaterinburgs, wo die Zarenfamilie nach der Erschießung auf dem Gelände eines aufgegebenen Bergwerks mit Säure übergossen und verbrannt worden war, steht heute schon ein Kloster mit sieben Kirchen, dass sich als Wallfahrtsziel zunehmender Beliebtheit erfreut. 

Ein Menetekel? Brand im Kloster auf dem Zarengrab

Möglicherweise wird es der wundergläubigen Orthodoxie aber noch zu denken geben, dass just am Tag von Rossels Bekanntgabe der Echtheit dort in Nebengebäuden ein großes Feuer ausbrach. Schaden an den Gotteshäusern entstand dabei aber nicht. 

Das Ergebnis aus den USA dürfte aber auch die seit Jahrzehnten umgehenden Geschichten angeblicher Thronerben, die das Massaker überlebt hätten, endgültig entkräften. Die Tatsache, dass bislang zwei Zarenkinder fehlten, hatte derartige Spekulationen nochmals angeheizt. 

Jekaterinburger Historiker, Heimatforscher und Archäologen hatten den Ort des Begräbnisses von Alexej und Marija in detektivischer Geduldsarbeit ausgemacht. Basis war ein lange geheim gehaltener Bericht des Kommandeurs des Erschießungskommandos Jakow Jurowski. 

 

Die geplante spurlose Beseitigung der Leichen nahm damals improvisierte Züge an, weil der Lastwagen mit den Toten auf einem feuchten Weg durch ein Sumpfgebiet stecken blieb. Neun Tote wurden in einer Grube neben der Straße mit Säure übergossen und angezündet, das Massengrab schließlich mit Schwellen abgedeckt. 
 
 

Dass zwei Personen an anderer Stelle verscharrt wurden, war dabei ein Trick zum Spurenverwischen: Die Zahl der Toten sollte nicht mit der der Erschossenen zusammenpassen. 

Das Spurenverwischen besorgte das Gegenteil

Während man bislang immer nur in der unmittelbaren Nähe nach einem weiteren Grab gesucht hatte, gingen die Forscher jetzt davon aus, dass sich das Beseitigungskommando in dem Sumpfgebiet mit den zwei Leichen nur entlang der Straße vorwärts oder zurück hatte bewegen können. 

Anderthalb Kilometer entfernt wurden man dann auch fündig – dank der Brandspuren eines großen Lagerfeuers, dass die Männer damals über dem Grab entfacht hatten, um die Anzeichen eines Begräbnisses zweier zuvor verbrannter Leichen an dieser Stelle zu tilgen. 
 

Somit ist jetzt nicht auszuschließen, dass es am 17. Juli in der Peter-Pauls-Festung erneut zu einem Zarenbegräbnis kommt: Die Familie von Nikolaus II. wäre dann am 90. Jahrestag ihres Todes wieder vereint

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DNA-Analyse in USA bestätigt Fund der Gebeine zweier Kinder von Russlands letztem Zaren

Verfasst von Kris Roman am Mai 1, 2008

 

Eine DNA-Analyse in den USA hat bestätigt, dass die Gebeine, die am 29. Juli 2007 bei Ausgrabungen in der Umgebung der russischen Stadt Jekaterinburg entdeckt worden waren, dem Zarensohn Alexej II. und der Großfürstin Maria Nikolajewna – Kinder des letzten russischen Zaren, Nikolaus II. – gehören.

Das sagte der Gouverneur des Gebietes Swerdlowsk, Eduard Rossel, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Jekaterinburg.

Laut dem Departement für Informationspolitik des Gouverneurs „liefern die Resultate der Expertisen (laut Angaben der Hauptermittlungsbehörde der russischen Staatsanwaltschaft) die Bestätigung dafür, dass die Gebeine des Zarensohnes Alexej und der Großfürstin Maria gefunden wurden“.

DNA-Analysen dieser Gebeine führen zudem russische und ausländische Wissenschaftler durch.

Die Zarenfamilie Romanow wurde von den Bolschewiki in der Nacht zum 17. Juli 1918 in Jekaterinburg (Ural) erschossen.

Zu Beginn des Jahres 1991 traf die erste Meldung über Leichenfunde, die Merkmale eines gewaltsamen Todes aufwiesen, in der örtlichen Staatsanwaltschaft ein.

Nach drei DNA-Analysen (1993 in Großbritannien, 1995 in den USA und 1997 in Russland) kam eine Sonderkommission zu dem Schluss, dass es sich bei den gefundenen Gebeinen tatsächlich um die Überreste der neun Mitglieder der Zarenfamilie handelt. Es wurde beschlossen, sie in der Peter-und-Pauls-Kathedrale in Sankt Petersburg zu bestatten.

 

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