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Archiv für die Kategorie ‘Politik’

Medwedew über postsowjetische Phantomschmerzen und politische Leichen

Verfasst von Kris Roman am September 3, 2008

 

Mit einprägsamen Metaphern erklärt Dmitri Medwedew, welche Aussichten Michail Saakaschwili als Gesprächspartner hat, wie die USA zum Kaukasus-Konflikt beitragen und warum einige postsowjetische Länder Angst vor Russland haben.

„Präsident Saakaschwili existiert für uns nicht, er ist eine politische Leiche. Wir sind aber bereit, die verschiedensten Fragen zu erörtern, darunter auch die Regelung nach dem Konflikt in dieser Region“, antwortete Medwedew am Dienstag auf die Frage des italienischen Fernsehsenders RAI, ob Russland an einer internationalen Konferenz teilnehmen würde, zu der auch der heutige georgische Staatschef komme.

In diesem Zusammenhang kritisierte Medwedew die Einstellung der USA zum Kaukasus-Konflikt: „In dieser Situation sollten unsere US-Partner aus meiner Sicht ihre Beziehungen zum Regime in Tiflis neu bewerten“.

Die US-Regierung habe Georgien aktiv geholfen, seine „Kriegsmaschine aufzubauen“, indem das Kaukasus-Land „mit Geld und Waffen vollgepumpt“ worden sei.

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Schirinowski plädiert für parlamentarische Republik

Verfasst von Kris Roman am Mai 18, 2008

Russland muss sich in Richtung Parlamentsrepublik bewegen, erklärte Parteichef Schirinowski am Samstag auf dem Parteitag der Liberaldemokraten.

Am heutigen Samstag findet in Moskau der 21. Parteitag der Liberaldemokratischen Partei Russlands (LDPR) statt. Die Parteitagsdelegierten nehmen Korrekturen am Parteistatut vor und diskutieren über Änderungen an der Verfassung Russlands.

In seinem Diskussionsbeitrag sagte Wladimir Schirinowski: „Der Übergang von einer Präsidialrepublik zu einer parlamentarischen Republik könnte ein Schritt in eine Richtung sein, die unsere Gesellschaft menschlicher und sicherer macht.“ Ihm zufolge hängt das Schicksal des ganzen Landes bei einer Präsidialrepublik von einem einzigen Menschen ab, während „bei einer parlamentarischen (Republik) alles anders ist“.

Der Chef der Liberaldemokraten schlug Russland vor, sich in seinem innenpolitischen Leben nach den Erfahrungen nordeuropäischer, vorwiegend der skandinavischen Staaten als Vorbild zu richten – Norwegens, Schwedens, Finnlands und Dänemarks. Nach seinen Worten sind für Russland die Erfahrungen der südeuropäischen Länder nicht geeignet, weil „das ganze Südeuropa faschistische Regimes durchgemacht hat“.

Schirinowski sprach in seiner üblichen expressiven Manier und schnitt auch viele andere Themen an: Zarenregime, Bolschewiki, Fußball, Demographie und russische Entlehnungen aus anderen Sprachen.

Der nächste Parteitag der LDPR findet im Dezember 2009 statt, teilte Schirinowski mit.

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Russlands neuer Präsident Medwedew im Ost-West-Spannungsfeld

Verfasst von Kris Roman am Mai 12, 2008

 

Dmitri Kossyrew, RIA Novosti

 

Der diplomatische Terminkalender des neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, der heute sein Amt angetreten hat, ist für Monate im Voraus bekannt.

Die erste Reise ist für den 23. und 24. Mai nach China geplant, außerdem eine nach Kasachstan, entweder auf dem Weg nach China oder auf dem Rückweg. Im Juni steht in Chanty-Mansijsk der Russland-EU-Gipfel bevor. Im Juli wird auf der japanischen Insel Hokkaido der G8-Gipfel stattfinden, Darauf folgt, offenbar im August, das Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Die Protokoll- und sonstigen Dienste eines Präsidenten sehen bei der Festlegung der Reihenfolge der Reisen von Staatsführern im Grunde niemals eine geopolitische Symbolik vor. Um diese kümmern sich ausschließlich Publizisten, darunter der Schreiber dieser Zeilen. Sie werden sicherlich bemerken, dass Dmitri Medwedews Präsidentenmaschine jedes Mal von Moskau aus ostwärts fliegen wird, selbst wenn es sich um Zusammenkünfte mit den führenden Politikern aus Europa handelt. Ist man aber über die Termine der Gipfeltreffen gut informiert, so wird klar, dass die russische Diplomatie im Spätfrühjahr und Sommer wegen der Veranstaltungen, die jedes Jahr zur gleichen Zeit stattfinden, stets „asiatisch“ ist. Ebenso wie das Jahresende für Moskau „europäisch“ ausfällt.

Jetzt erinnert man sich nur schwer daran, wohin vor acht Jahren Wladimir Putin seine ersten Reisen unternahm. Ebenso wie heute wurde von manchen behauptet, die wichtigste Priorität für Russland seien die Länder, die zur UdSSR gehört hatten. Es scheint, dass damals für Putin tatsächlich Reisen nach Minsk und Kiew geplant waren. Aber in Erinnerung geblieben ist die Serie seiner ersten Besuche in den Ländern, in denen einst der Einfluss der UdSSR groß und dann unbedarft verloren worden war: in Vietnam, der Mongolei und anderen. Das war in Wirklichkeit keine Symbolik, sondern etwas Ernsthafteres. Wladimir Putin, ein Konservativer an der Macht, hat tatsächlich viele unter den Füßen herumliegende Scherben der früheren Beziehungen der UdSSR aufgehoben und hierbei Russland viel weiter vorangebracht, als das der „Reformer“ Boris Jelzin tat.

In jedem Fall ist klar, dass Medwedew in vieler Hinsicht Putins Nachfolger ist. Selbst wenn man nur vom Protokoll spricht, folgt er dem diplomatischen Terminkalender, der bereits unter Putin aufgestellt worden war. Niemand in Moskau erwartet, dass Medwedew in der ersten Zeit seiner Präsidentschaft, vielleicht ein oder zwei Jahre lang, in die Außen- und Innenpolitik ernste Neuerungen einführen wird.

Was der Asien-Kurs seiner Reisen angeht, so wird Medwedew hier mit den Realitäten in Bezug auf Russlands Lage zu tun haben.

Wenn zum Beispiel Kasachstan als erstes Ziel seiner Reise in den Osten (und überhaupt ins Ausland) festlegen wird, wäre das in der Tat eine Aktion mit Symbolkraft. In diesem Fall wird der erste Besuch einem Staat der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gelten. Wobei Kasachstan der mächtigste und wichtigste von Russlands Verbündeten unter den ehemaligen Republiken der UdSSR ist. In den 90er Jahren entstand der Eindruck, dass in der GUS die Ukraine als das wichtigste und höchstentwickelte Land gleich nach Russland eine Schlüsselrolle spielen werde. Aber die Ukraine versank in einem politischen Chaos, dessen Höhepunkt die „orange Revolution“ im Winter 2003/2004 bildete. Nach der Methode dieser Revolution (das heißt durch das Sabotieren des Wahlablaufs) brachten die USA und die EU in Kiew eine antirussisch eingestellte Regierung ans Ruder. Im Ergebnis verlor die Ukraine ihren Einfluss in der GUS-Zone; ihre wirtschaftlichen und alle sonstigen Aussichten sind ernsthaft fraglich. Kasachstan dagegen entwickelte sich unterdessen zu einem eurasischen Wirtschaftswunder. Es hat Russland in Bezug auf den Lebensstandard und viele andere Pro-Kopf-Zahlen überholt. Mit keinem anderen in der GUS hat Moskau gleiche Verbindungen wie mit Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew. Das Gleiche gilt für die zwischenmenschlichen Beziehungen: Zwischen Russen und Kasachen werden sie bald enger sein als die zwischen Russen und Ukrainern oder genauso eng wie sie.

China ist für Russland eine ebensolche Herausforderung und ein ebensolches Problem wie auch für die ganze übrige Welt. In den letzten zehn Jahren stand China abwechselnd an zweiter und dritter Stelle unter Russlands Wirtschaftspartnern (nach Deutschland und bisweilen Italien). In politischer Hinsicht erholt sich jeder russische Spitzenpolitiker in Peking und den anderen asiatischen Hauptstädten von den komplizierten und gereizten Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen. Die russischen Diplomaten und die Chinesen finden bei vielen globalen Fragen sofort eine gemeinsame Sprache, oder sie stören sich nicht gegenseitig bei ihren Vorgehen in Afrika oder Lateinamerika. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Russen und Chinesen erweisen sich als ebenso eng wie die zu den Kasachen oder den Ukrainern.

Von Jahr zu Jahr versuchte die in Russland einst starke amerikanisch-europäische Propaganda, in Russland Angst gegenüber China zu schüren, das als eine Gefahr hingestellt wurde. Dieser Propaganda glaubten weder die politischen Kreise noch die einfachsten Bürger. Doch Probleme in den Beziehungen zu China gibt es doch: vor allem deshalb, weil China für Russland dem Stellenwert nach beinahe an erster Position steht. Nicht aber Russland für China. Das kühl-wohlwollende Verhalten der Chinesen zu den Russen ist nicht zu übersehen und zeugt von zukünftigen Problemen.

Der SOZ-Gipfel in Duschanbe ist im Grunde die Fortsetzung der Politik gegenüber Kasachstan und China, zumal gerade diese drei Länder das Kernstück der SOZ ausmachen.

Der G8-Gipfel ist ein unterhaltsamer Teil der russischen Außenpolitik. Während unter Präsident Jelzin schmückende, rituelle Bestätigungen, Russland sei „auch eine Macht“, hoch im Kurs standen, sind die Bewunderungsäußerungen in Bezug auf die G8 unter Putin nicht so auffällig. Sie wird als eine Organisation mit vielen „Fragezeichen“ aufgenommen, und die Fragen betreffen ihren realen Einfluss und den Sinn ihrer Existenz. Eine G8 ohne China und Indien sieht heute wenig überzeugend aus, und Moskau hat sich wiederholt dafür ausgesprochen, diesen exklusiven Club in eine G10 umzuwandeln.

Demnach: Osten und noch einmal Osten. Und das trotz des Umstands, dass die demoralisierten Überreste der prowestlichen gebildeten Elite Russlands versuchen, Dmitri Medwedew als einen „Westler“ darzustellen. Beharrliche Gerüchte gehen um, dass Medwedew die Reise nach China „nicht wollte“. Das ist nicht wahr. Viel schwieriger wird es Medwedew mit den Europäern in Chanty-Mansijsk haben.

Dass für den Gipfel gerade diese ostsibirische Stadt jenseits des Ural gewählt wurde, ist wohl eine Emanation des Genius der russischen Beamten. Das „Treffen Russland-Europa“ wird diesmal in Asien stattfinden und den eurasischen Charakter Russlands noch einmal unterstreichen. Diese Stadt, die nicht weiß, was sie mit ihrem vielen Geld noch anstellen könnte, ist außerdem ein Symbol dessen, dass sich Russlands Aufstieg nicht auf Moskau und Sankt Petersburg beschränkt. Das ist Erdölgeld, denn Chanty-Mansijsk ist das Verwaltungszentrum der wichtigsten Ölvorkommen Russlands. Folglich haben wir hier eine wunderbare Warnung, dass Europa ohne russisches Öl und Gas nicht auskommen wird.

Das Gipfeltreffen Russland-EU ist trotz der hochtrabenden Bezeichnung im Grunde nur eine Zusammenkunft von zwei Beamten höchster Ebene und nicht etwa ein Treffen aller führenden Politiker der Europäischen Union mit dem russischen Präsidenten. Zu solchen Zusammenkünften reisen gewöhnlich der Regierungschef des Staats, der in der EU gerade den Vorsitz hat, und der EU-Außenkommissar an. Böse Zungen könnten bemerken, besagte Gipfeltreffen seien eine bürokratische Prothese für die ständig hinkenden russisch-europäischen Beziehungen.

Gewiss, der Warenumsatz Russlands allein mit den EU-Ländern lag im vorigen Jahr bei 270 Milliarden Dollar (gegenüber 58 Milliarden 2000). Russland gehört also zu den drei wichtigsten Handelspartnern Europas, und auf die EU entfallen 55 Prozent seines Außenhandels.

Unter allem anderen bedeutet das, dass Hunderttausende Geschäftleute aus der EU und Russland zahlreiche persönliche Beziehungen knüpfen. Dasselbe trifft für die europäischen und russischen Theater, Museen und Musikensembles zu. All das zusammen darf nicht verwundern: Immerhin lebt das Gros der Russen auf dem europäischen Kontinent.

Insgesamt ergibt sich folgendes Bild: Zu niemandem unterhält Russland so enge Beziehungen wie zu den Ländern der Europäischen Union. Und mit niemandem hat es dermaßen schwierige, emotionale Probleme. Offenbar sind diese Dinge miteinander verbunden und unvermeidlich. Denn beide Seiten möchten, dass ihre nächsten Nachbarn und Partner etwas anders wären.

Dmitri Medwedew ist über das Wesen von Europas Ansprüchen an Russland sehr wohl auf dem Laufenden: Den Europäern gefällt der Wähler nicht, der Einstimmigkeit dem Konkurrenzkampf vorzieht; es gefällt die Weigerung Moskaus nicht, den Europäern den Zugang zur russischen Energiewirtschaft zu erweitern; unangenehm sind ihnen die der EU entgegengesetzten Ansichten über die Legitimität der Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit; und vieles andere.

Das Wesen von Moskaus Ansprüchen an Europa ist wie ein Spiegelbild. Erinnert sei hier an das beharrliche Streben wenn nicht der „Europäer überhaupt“, so doch zahlreicher nichtstaatlicher Organisationen, in den Nachbarstaaten Russlands beliebige, aber unbedingt antirussische Regierungen an die Macht zu bringen; an der russischen Grenze Radarstationen der US-Raketenabwehr aufzustellen; und vieles andere. Beide Listen der Ansprüche sind sehr lang und sehr gut bekannt. Ebenso wie auch ihre Gründe: Der Westen ist immer noch in der Denkträgheit der 90er Jahre befangen, als vielen schien, dass der Weg Moskaus in die westlichen Strukturen und Organisationen führe, was den künftigen gemeinsamen Kampf mit dem immer einflussreicheren Asien voraussetzte. Es erwies sich jedoch, dass Russland nicht die gleichen Interessen und nicht ganz dieselbe politische Philosophie hat wie die Europäer oder die Amerikaner. Im Ergebnis wird Russland ungefähr so wie Indien aufgenommen: eine dem Westen nicht feindliche Kultur, aber keineswegs Bestandteil des Westens. Das ist jene neue Welt für den neuen russischen Präsidenten, mit der er für lange Jahre zu tun haben wird.

Übrigens hat Russland die endgültige politische Wendung unter Wladimir Putin vollbracht, der ebenfalls als ein „Westler“ galt. Es lohnt sich also nicht, darauf zu hoffen, dass Dmitri Medwedew bei all seinen offensichtlichen Sympathien für Europa versuchen wird, Prozesse, an denen Millionen Menschen beteiligt sind, gewaltsam zu ändern.

Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von RIA Novosti übereinstimmen.

 

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Medwedew hält Entwicklung von Bürgerrechten und -freiheiten für seine wichtigste Aufgabe

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Russlands Präsident Dmitri Medwedew, der am Mittwoch das Amt angetreten hat, hat die Entwicklung der Bürgerrechte und Wirtschaftsfreiheiten als seine wichtigste Aufgabe bezeichnet.

„Sie (die Rechte und Freiheiten) sind der höchste Wert. Sie bestimmen den Sinn der Staatstätigkeit. Die wichtigste Aufgabe ist die weitere Entwicklung der Bürger- und Wirtschaftsfreiheiten sowie die Schaffung von neuen Möglichkeiten für die Bürger“, sagte er im Kreml nach der Zeremonie der Amtseinführung.

Er bedankte sich bei Wladimir Putin, der am Mittwoch seine Vollmachten als Präsident ablegte, für die Unterstützung.

Medwedew sicherte zu, dass er als Präsident und als Mensch, für den Russland das Vaterhaus und die heimatliche Erde sei, unter Einsatz aller seiner Kräfte arbeiten werde.

Nach seinen Worten stellen das Leben selbst und der Verlauf der Geschichte Russland grundsätzlich neue, noch kompliziertere Aufgaben. „Unser Land und sein fleißiges und talentiertes Volk werden diesen Aufgaben gerecht“, betonte Medwedew.

„Wir werden moderne Betriebe bauen, die Industrie und die Landwirtschaft modernisieren, starke Stimuli für private Investitionen schaffen und im Ganzen anstreben, dass Russland unter den Spitzenreitern der technologischen und geistigen Entwicklung festen Fuß fasst“, sagte er.

„Meine Pflicht ist heute, jeden Tag und jede Stunde dem Volk zu dienen und alles für ein besseres Leben unserer Menschen, für ihren Erfolg und die Zuversicht in die Zukunft, für den weiteren Aufschwung und das Gedeihen unserer geliebten Heimat und unseres großen Russland zu tun“, betonte der russische Präsident.

Er erklärte auch die Notwendigkeit, die strikte Einhaltung der Gesetze anzustreben und den Rechtsnihilismus zu überwinden.

Wie er sagte, erkennt er in vollem Maße, wieviel noch zu tun bevorsteht, damit der Staat tatsächlich gerecht und fürsorglich gegenüber seinen Bürgern ist, die höchsten Lebensstandards gesichert werden und immer mehr Menschen sich zur Mittelklasse zählen, eine gute Bildung und Leistungen in guter Qualität auf dem Gebiet des Gesundheitsschutzes bekommen können.

Medwedew hob hervor, dass in den letzten acht Jahren eine feste Grundlage für die langfristige und stabile Entwicklung geschaffen wurde.

„Wir müssen diese einmalige Chance maximal nutzen, damit Russland eines der besten Länder der Welt wird“, sagte er.

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Putin zum Premierminister nominiert

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Wenige Stunden nach der feierlichen Vereidigung hat der neue russische Präsident, Dmitri Medwedew, seinen Amtsvorgänger Wladimir Putin zum Premierminister nominiert.

Wie RIA Novosti aus dem Presseamt des Kreml erfuhr, unterbreitete Medwedew Putins Kandidatur der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) zur Bestätigung.

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Amtseinführung im Kreml: Medwedew verspricht Russen mehr Sicherheit

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Der neue russische Präsident Dmitri Medwedew hat während seiner feierlichen Vereidigung im Kreml seinen Landsleuten mehr Sicherheit versprochen.

„Ich werde alles tun, damit die Sicherheit der Bürger nicht nur gesetzlich garantiert, sondern auch real vom Staat gewährleistet ist“, sagte Medwedew. Er würde alles in seiner Kraft stehende tun, um die Lebensqualität der Russen zu erhöhen und den weiteren Aufschwung des russischen Staates sicherzustellen. „Der Lauf der Geschichte stellt uns vor grundsätzlich neue, schwerere Aufgaben, denen unser Land und unser fleißiges und begabtes Volk durchaus gewachsen sind.“

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Medwedew als Präsident Russlands vereidigt

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Dmitri Medwedew hat am Mittwoch das Amt des Präsidenten Russlands angetreten. Der neue Staatschef legte seinen Eid auf die Verfassung Russlands ab, die in der Präsidentenbibliothek aufbewahrt wird.

Der Text seines Eides lautete: „Ich schwöre, bei der Ausführung der Vollmachten des Präsidenten der Russischen Föderation die Rechte und die Freiheiten des Menschen und des Bürgers zu respektieren und zu wahren, die Verfassung der Russischen Föderation einzuhalten und zu schützen sowie Souveränität, Unabhängigkeit, Sicherheit und Integrität des Staates zu wahren und dem Volk treu zu dienen.“

Medwedew hatte am 2. März die Präsidentenwahlen mit mehr als 70 Prozent der Wählerstimmen gewonnen.

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Amtseinführung Medwedews im Kreml mit Artilleriesalven und Patriarchensegen

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

 

Der scheidende russische Präsident Wladimir Putin wird seinem Nachfolger Dmitri Medwedew am heutigen Mittwoch um 12.00 Uhr Moskauer Zeit (10.00 MESZ) die Amtsgeschäfte übergeben.

Der bisherige Erste Vizepremier wird mit einem Konvoi aus dem Regierungssitz am Moskwa-Ufer in den Kreml gebracht. Er wird dabei das Spasski-Tor passieren, dass nur bei den besonders feierlichen Anlässen aufgemacht wird.

Putin wird von seinem Büro im Kreml zu Fuß zum Großen Kreml-Palast gelangen. Vor dem Palast empfängt er einen Rapport des Kommandanten des Moskauer Kremls über die Bereitschaft, die Zeremonie zu beginnen. Den gleichen Rapport bekommt anschließend auch der gewählte Präsident.

Anschließend begibt sich Medwedew – an Gardisten des Präsidentenregiments und Gästen vorbei – in den Andreas-Saal, auch der Thron-Saal genannt, in dem die Zeremonie stattfinden wird. Die Gäste werden der Zeremonie sowohl im Andrejewski-Saal als auch im Georg- und im Alexander-Saal beiwohnen.

Der Verfassung Russlands zufolge sind die Mitglieder des Föderationsrates, die Staatsduma-Abgeordneten und die Verfassungsrichter dabei.

Exakt um 12.00 Uhr wird Medwedew den Andreas-Saal betreten. Auf einem Podium werden ihn Präsident Wladimir Putin, der Vorsitzende des Verfassungsgerichts, Valeri Sorkin, und die Vorsitzenden beider Kammern der Föderativen Versammlung, Sergej Mironow und Boris Gryslow, erwarten.

Wladimir Putin hält eine kurze Rede und übergibt anschließend das Symbol der Präsidialmacht, eine aus Doppeladlern und Medaillons mit Georgskreuzen bestehende Goldkette.

Anschließend fordert der Vorsitzende des Verfassungsgerichts Medwedew auf, seinen Eid abzulegen. Der Text des Eides lautet: „Ich schwöre, bei der Ausführung der Vollmachten des Präsidenten der Russischen Föderation die Rechte und die Freiheiten des Menschen und des Bürgers zu respektieren und zu wahren, die Verfassung der Russischen Föderation einzuhalten und zu schützen sowie Souveränität, Unabhängigkeit, Sicherheit und Integrität des Staates zu wahren und dem Volk treu zu dienen.“

Der Vorsitzende des Verfassungsgerichts verkündet die Amtsübernahme durch den neuen Präsidenten. Medwedew hält seine erste Ansprache im Amt des russischen Präsidenten. Danach werden die russische Staatshymne gespielt und 30 Artilleriesalven abgegeben.

Auf dem Kathedralenplatz des Kreml wird Medwedew von Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland gesegnet.

Die Zeremonie endet mit einem Vorbeimarsch des Präsidentenregiments und einer kurzen Ansprache Medwedews, mit der er sich an die Soldaten wendet.

 

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Medwedew wird Interessen Russlands aktiv verteidigen – Putin (Überblick)

Verfasst von Kris Roman am März 10, 2008

Der neu gewählte russische Präsident Dmitri Medwedew wird die Interessen Russlands nach Ansicht des scheidenden Staatschefs Wladimir Putin aktiv verteidigen.“Er (Medwedew) wird das nicht weniger aktiv machen als ich“, sagte Putin am Samstag auf einer Pressekonferenz nach Abschluss eines  Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Nowo-Ogarjowo bei Moskau.“Es entsteht der Eindruck, dass einige Partner mit Ungedult darauf warten, dass ich meine Vollmachten niederlege, und Kontakte mit einem anderen Menschen zu knüpfen… Ich bin an Äußerungen gewohnt, dass es äußerst schwer ist, mit einem ehemaligen KGB-Agenten zu sprechen. Medwedew wird es nicht nötig haben, seine liberalen Ansichten unter den Beweis zu stellen. Aber er ist zugleich ein russischer Nationalist wie ich, in gutem Sinne des Wortes. Ich glaube nicht, dass unsere Partner es mit ihm (Medwedew) leichter haben werden. Er ist ein wahrer Patriot und wird die Interessen Russlands auf dem internationalen Schauplatz aktiv verteidigen“, sagte Putin.Bei der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag hatte Medwedew mehr als 70 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können. Der neue Staatschef soll am 7. Mai ins Amt eingeführt werden.

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