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Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Putin verweist auf stärkeren Patriotismus im Nordkaukasus nach Südossetien-Krieg

Verfasst von Kris Roman am September 16, 2008

 

RIA Novosti

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat auf einen verstärkten Patriotismus in der gesamten Nordkaukasischen Region nach den georgischen Kampfhandlungen in Südossetien verwiesen.

„Mit Zufriedenheit stelle ich fest, dass der Patriotismus aller Bewohner des Nordkaukasus zugenommen und die gesamte Region auf das Unglück in Südossetien reagiert hat“, äußerte Putin am Dienstag in einer Konferenzberatung in Moskau zu Fragen der Beseitigung der Folgen des bewaffneten Konfliktes in Südossetien.

Ihm zufolge waren „alle ohne Ausnahme bereit, sich an der Hilfe zu beteiligen und die Sicherheit der Republik zu garantieren“.

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Russland hat Gegenmittel gegen eventuelle westliche Sanktionen

Verfasst von Kris Roman am August 29, 2008

Die Liste der potentiellen westlichen Sanktionen gegen Russland sieht laut führenden US-Experten blass im Vergleich zu dem aus, womit Moskau antworten könnte.

Zugleich hofft man in Washington darauf, dass Moskau auf radikale Gegenmaßnahmen verzichten wird, um seinen Finanz- und Sicherheitsinteressen nicht zu schaden, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag und bringt dazu mehrere Zitate aus internationalen Medien.

US-Handelsminister Carlos Gutierrez verwies in seinem „Spiegel“-Interview darauf, dass Russland seine Präsenz in der G8 und seinen Beitritt zur Welthandelsorganisation riskiere.

Auf der Liste der Drohungen Washingtons, die in den letzten Tagen offiziell und über diplomatische Kanäle formuliert wurden, stehen auch eine Verhinderung der OECD-Aufnahme Russlands, ein Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi (diese Initiative soll im September im US-Kongress behandelt werden) und ein Einfrieren des russisch-amerikanischen strategischen Dialogs.

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Medwedew: Kein Wunsch nach neuem Kalten Krieg, doch auch keine Angst davor

Verfasst von Kris Roman am August 26, 2008

Russland möchte laut Präsident Dmitri Medwedew keinen neuen Kalten Krieg mit dem Westen, hat jedoch auch keine Angst davor.

Der Westen müsse den Grund verstehen, warum Russland die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anerkannt hat, sagte Medwedew dem Fernsehsender Russia Today.

„Wir haben keine Angst vor einem neuen Kalten Krieg. Aber wir wollen keinen und alles hängt von der Position unserer Partner ab.“ Wenn der Westen gute Beziehungen mit Russland aufrechterhalten wolle, müsse er Verständnis für diese Entscheidung aufbringen.

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Moskau von Nato-Marineeinsatz irritiert – Russische Schiffe ankern vor Abchasien

Verfasst von Kris Roman am August 26, 2008

Der russische Generalstab zeigt sich über die Aufstockung der Nato-Kräfte im Schwarzen Meer besorgt und verspricht, eventuelle Waffenlieferungen nach Georgien nicht zu übersehen. Russische Schiffe ankern vor Georgiens Küste.

„Die äußerst intensiven Aktivitäten der Nato-Marine, die ihren Verband im Schwarzen Meer aufstockt, wirken befremdend“, sagte der stellvertretende Generalstabchef Anatoli Nogowizyn am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

„Gestern Nachmittag habe ich von neuen Nato-Schiffen gesprochen. Am Abend kam eine weitere US-Fregatte durch den Bosporus. Mehr noch, nach unseren Informationen kommen bald neun weitere Nato-Kriegsschiffe hinzu“, hieß es.

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Patriot-Raketen in Deutschland sollen US-Raketenbasis in Polen schützen gegen Russland

Verfasst von Kris Roman am August 26, 2008

Der geplante US-amerikanische Raketenabwehr-Stützpunkt in Polen soll von in Deutschland stationierten Patriot-Raketen geschützt werden.

Das berichtet der polnische Radiosender RMF FM am Dienstag unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt Slupsk, Mariusz Chmiel.

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“Schatten-CIA“ schließt US-Seeblockade gegen Russland nicht aus

Verfasst von Kris Roman am August 26, 2008

Für die versuchte Umgestaltung des postsowjetischen Raums wird Russland einen hohen Preis zahlen müssen, sagte George Friedman, Chef des US-Forschungszentrums Stratfor, gegenüber RIA Novosti mit Blick auf die Anerkennung Südossetiens und Abchasiens durch den Kreml.

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USA manövriert sich mit Anti-Russland-Politik ins Abseits

Verfasst von Kris Roman am August 23, 2008

Nikita Petrow für RIA Novosti

Warschau und Washington haben ein Abkommen über die Stationierung von US-Abfangraketen auf polnischem Territorium unterzeichnet.

Außerdem willigte Washington ein, nahe der polnischen Ostseeküste einen zweiten amerikanischen Stützpunkt zu errichten, ausgestattet mit 96 PATRIOT-PAC-3-Systemen – bodengestützten Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystemen zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und taktischen ballistischen Mittelstreckenraketen. Sowohl die eine, als auch die andere Seite behaupten einmütig, das habe alles überhaupt nichts mit den Geschehnissen in Südossetien zu tun, doch Tatsachen sind bekanntlich widerspenstig.

Noch vor etwa zwei Wochen, vor den georgischen Bombardierungen Zchinwalis und vor der russischen Militäroperation zur Zwangsbefriedung der georgischen Aggression, behauptete der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, er sei nicht bereit, die Sicherheit seines Landes den Sicherheitsbedürfnissen der USA zu opfern. Die USA ihrerseits kündigten an, sie seien ebenfalls nicht mit den polnischen Forderungen einverstanden und wollten Warschau keine zusätzlichen Sicherheitsgarantien in Form von Patriot-Raketen sowie 20 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung seiner Streitkräfte zur Verfügung stellen. Doch auf einmal hat sich das Blatt gewendet. Warum, eigentlich?

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Assad: Russische Raketen in Syrien als Antwort auf ABM-Pläne denkbar

Verfasst von Kris Roman am August 20, 2008

Die syrische Regierung ist bereit, als Antwort auf die US-Raketenabwehrpläne in Europa russische Raketenkomplexe vom Typ Iskander in Syrien zu stationieren. Bisher kam diesbezüglich allerdings noch kein Signal aus Moskau.

Das erklärte der syrische Präsident Bashar Assad in einem am Mittwoch in der Tageszeitung „Kommersant“ veröffentlichten Interview.

„Wir sind bereit, mit Russland bei all dem zusammenzuwirken, was seine Sicherheit festigen könnte“, stellte Assad in einem Interview fest, das er im Vorfeld seines Moskau-Besuchs gab. „Ich denke, dass Russland wirklich über Gegenschritte nachdenken muss, um etwas gegen eine Einkreisung zu unternehmen.“

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Bush erlebt mit Georgien-Konflikt außenpolitisches Fiasko – „Gazeta.Ru“

Verfasst von Kris Roman am August 15, 2008

Die Ereignisse in Georgien sind ein weiteres Fiasko der Außenpolitik der US-Administration von George W. Bush, der bereits jetzt eine „lahme Ente“ ist, schreibt die Internetzeitung „Gazeta.Ru“ am Freitag.

Das Nachrichtenportal veröffentlicht einen Beitrag von Fjodor Lukjanow, Chefredakteur der Zeitschrift „Rossija w globalnoi politike“ (Russland in der Globalpolitik). Darin setzt sich der Autor mit der Reaktion der USA auf die Kämpfe in Georgien und Südossetien auseinander.

In dem Wunsch, noch vor dem Amtsende Bushs in der Außenpolitik wenigstens irgendwelche Ergebnisse zu erzielen, hat das Weiße Haus auf zwei Richtungen gesetzt: die Verhandlungen über die Aufstellung von Raketenabwehrbasen in Polen und Tschechien abzuschließen und den Aktionsplan für den Nato-Beitritt der Ukraine und Georgiens im Dezember durchzudrücken, nachdem das beim Gipfel der Allianz in Bukarest gescheitert war.

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Russland mahnt zur Vorsicht bei Raketenstationierung

Verfasst von Kris Roman am August 15, 2008

Mit Blick auf Polens Zustimmung, US-Raketen auf seinem Territorium zu stationieren, hat der russische Generalstab auf mögliche militärische Konsequenzen hingewiesen.

„Wenn ein Land der Raketenstationierung zustimmt, übernimmt es natürlich bestimmte Verpflichtungen“, betonte der stellvertretende Generalstabchef Anatoli Nogowizyn am Donnerstag.

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Georgiens falsches Konfliktmanagement im Kaukasus

Verfasst von Kris Roman am August 8, 2008

Murat Tchostow für RIA Novosti

Bis zu Saakaschwilis Machtantritt im Jahr 2004 gelang es der Gemischten Kontrollkommission (GKK), für eine „politische“ Verhandlungsplattform zu sein.

Dort wurden Vertrauensmaßnahmen zwischen den Konfliktparteien – Georgien und seiner abtrünnigen Republik Südossetien – erarbeitet und Bedingungen für Programme geschaffen, mit denen der soziale und wirtschaftliche Wiederaufbau der Krisengebiete voran gebracht werden sollte.

Das Ziel bestand darin, die Konfliktseiten zur Unterzeichnung gegenseitig verpflichtender Abkommen zu bewegen, die die Grundlage für das weitere Vorankommen bilden könnten.

Heute ist die Situation in dem Konfliktraum weitaus schlechter und gefährlicher als Ende 2003, sie birgt die Eskalation der Gewalt.

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Russische Soldaten marschieren in Zchinwali ein – Verstärkung für Friedenstruppe

Verfasst von Kris Roman am August 8, 2008

Eine russische Militäreinheit ist in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali einmarschiert. Das bestätigte ein Stab-Mitarbeiter des russischen Militärbezirk Nordkaukasus gegenüber RIA Novosti.

Kurz zuvor hatten Augenzeugen vom Roki-Tunnel berichtet, eine Militärkolonne aus Russland habe die südossetische Grenze passiert.

Das russische Vereidigungsministerium bestätigt unterdessen, dass die Friedenstruppe Verstärkung bekommt.

„Russischen Friedenssoldaten, weiteren russischen Staatsbürgern, die sich in Südossetien befinden, sowie Bürgern der nicht anerkannten Republik wird erforderliche Hilfe geleistet“, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums vom Freitag.

„Weitere Einheiten wurden in die Region zur Verstärkung der russischen Friedenstruppe entsandt. Sie sollen dabei helfen, das Blutvergießen zu stoppen“, hieß es.

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Russland nimmt seine Präsenz auf Kuba wieder auf – Duma-Abgeordneter

Verfasst von Kris Roman am August 3, 2008

Russland erneuert seine Präsenz auf Kuba und in Lateinamerika. Das teilte der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Andrej Klimow, in einem Interview mit RIA Novosti am Samstag mit.

Klimow äußerte sich zu den Ergebnissen des jüngsten Kuba-Besuches des Sekretärs des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew.

Patruschew hatte sich mit der kubanischen Führung getroffen. In seinem Gespräch mit Präsident Raul Castro wurde hervorgehoben, dass Russland und Kuba „eine konsequente Arbeit zum Wiederaufbau der traditionellen Beziehungen in allen Kooperationsbereichen sowie zu ihrem Ausbau führen“ werden.

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Russland startet heute Militärsatellit mit neuer Sojus-Rakete

Verfasst von Kris Roman am Juli 26, 2008

Eine modernisierte Trägerrakete von Typ Sojus 2-1B soll am heutigen Samstag vom nordrussischen Startplatz Plessezk abheben und einen Militärsatelliten in All bringen.

Der Sprecher der russischen Weltraumtruppen, Alexej Solotuchin, teilte RIA Novosti mit, der Start sei ursprünglich für den gestrigen Freitag geplant worden, musste jedoch wegen einer zusätzlichen Nachprüfung der Steuerungs-Software der neuen Trägerrakete verschoben werden.

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US-Raketenabwehrpläne: Antwortet Russland mit Radar auf Kuba?

Verfasst von Kris Roman am Juli 24, 2008

 Als Reaktion auf die US-Pläne, Raketen und ein Radar in Polen bzw. Tschechien zu stationieren, schlagen russische Militärexperten vor, die stillgelegte Radaranlage im kubanischen Lourdes wieder in Betrieb zu nehmen.

„Kuba ist ein einmaliger Ort, von dem radioelektronische Aufklärung des US-Territoriums möglich ist“, so der Ressortchef für Abrüstung und Konfliktregelung vom Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen der russischen Akademie der Wissenschaften, Alexander Pikajew, am Mittwoch auf einer RIA-Novosti-Pressekonferenz.

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Stationiert Russland wieder Kampfflugzeuge auf Kuba?

Verfasst von Kris Roman am Juli 21, 2008

Russlands Ex-Luftwaffenchef Pjotr Dejnekin würde eine Rückkehr russischer Kampfflugzeuge nach Kuba begrüßen.

„Sollten diese Pläne in Betracht kommen, wäre das eine gute Antwort auf die Versuche, Nato-Stützpunkte in der Nähe der russischen Grenze zu stationieren“, sagte Dejnekin am Montag gegenüber RIA Novosti in Bezug auf die jüngsten Medienberichte.

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Ahmadinedschad für engere Kooperation mit Russland

Verfasst von Kris Roman am Juli 20, 2008

IRANIAN RESISTANCE

http://iranresistance.wordpress.com/

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad plädiert für die Erweiterung der Kooperation mit Russland in allen Bereichen.

„Die Beziehungen zwischen unseren Ländern entwickeln sich, wir haben ein großes Potenzial für die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, so in Wirtschaft, Energie, Politik und Verteidigung“, erklärte der iranische Staatschef in einem Telefongespräch mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew, das am Vortag stattfand.

Der Iran und Russland hätten gemeinsame Sphären des ökonomischen und politischen Zusammenwirkens in der Region des Nahen Ostens. „Der Iran betrachtet die Beziehungen zu Russland als strategisch wichtig. Unsere Staaten sollen eine beliebige Möglichkeit nutzen, um diese Beziehungen zu vertiefen und auszubauen“, sagte Ahmadinedschad nach Angaben seines Pressedienstes vom Samstag.

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Litauen zu Stationierung US-amerikanischer Raketenabwehr bereit – Präsident Adamkus

Verfasst von Kris Roman am Juli 20, 2008

Die baltische Republik Litauen ist laut Präsident Valdas Adamkus bereit, die Stationierung von Elementen einer US-amerikanischen Raketenabwehr im Notfall zu akzeptieren.

„Gegenwärtig führt Litauen keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die Stationierung eines Raketenschildes auf seinem Territorium. Aber wird denken, dass es sich dabei um ein wichtiges Element der europäischen und internationalen Sicherheit handelt“, sagte Adamkus in einem Exklusivinterview der argentinischen Zeitung Nacion.

„Eben deshalb wären wir im Notfall bereit, gemeinsam mit unseren Verbündeten an der Stationierung des Raketenabwehrsystems in Osteuropa teilzunehmen“, sagte der Präsident, der zu einem offiziellen Besuch in Argentinien weilt. Das Raketenschild werde die Stabilität nicht nur in der Region, sondern auch auf globaler Ebene verbessern.

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ABM-Streit: Russland sorgt für nationale Sicherheit

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

Russland zweifelt nicht an seiner Fähigkeit, die nationale Sicherheit angesichts der Stationierung des US-amerikanischen ABM-Systems in Mittelosteuropa zu gewährleisten.
„Unsere Sicherheit wird unter allen Umständen gewährleistet – dessen können Sie sicher sein“, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Kisljak am Donnerstag in einer Pressekonferenz.
„Wir werden selbstverständlich für die Sicherheit unseres Staates sorgen, wie sich diese Situation auch immer entwickeln möge.“

Der Diplomat ließ die Frage offen, welche Maßnahmen Moskau in diesem Zusammenhang plane. „Wollen wir uns nicht auf Spekulationen hinsichtlich des Charakters dieser Maßnahmen einlassen. Die Militärexperten haben immer mehrere Optionen“, sagte der Vizeaußenminister.

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Austritt aus INF-Vertrag als Russlands einzige Antwort auf US-Raketenabwehr – „Kommersant“

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

Präsident Dmitri Medwedew hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Moskau als Antwort auf die Unterzeichnung eines Abkommens über die Aufstellung eines US-Raketenabwehrradars in Tschechien „entsprechende Schritte“ unternehmen würde, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

Nach Angaben des russischen Außenministeriums handelt es sich dabei um „militärtechnische Methoden“.

Viele Experten sind jedoch der Ansicht, dass die Möglichkeiten Russlands, der US- Raketenabwehr etwas entgegenstellen zu können, sehr klein sind. Der einzige „entsprechende Schritt“ könnte der Austritt Russlands aus dem 1987 geschlossenen Vertrag über die Vernichtung von Kurz- und Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) sein.

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Stationierung von US-Raketenabwehr in Europa ist irrational – Experte

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

Die Stationierung von Basen der amerikanischen Raketenabwehr in Osteuropa ist irrational. Das sagte der Präsident des Instituts für strategische Studien, Alexander Konowalow, in einer Pressekonferenz von RIA Novosti.
„Die Situation wirkt ziemlich irrational. Gegen eine nicht bestehende Gefahr wird ein äußerst uneffektives und teures System aufgefahren“, äußerte er.

Die USA wollen einen Radar in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen unter dem Vorwand des Schutzes gegen eine eventuelle Bedrohung von Seiten Irans aufstellen. Russland sieht seine Sicherheit durch diese Pläne gefährdet.

Konowalow zufolge stellen die Raketen, über die Iran verfügt, gegenwärtig keine Gefahr für Europa dar.
„Iran hat keine Raketen, die Europa erreichen können“, sagte der Experte. Das Land teste gegenwärtig Raketen mit einem Radius von 2000 bis 2500 Kilometern. Um bis nach Europa zu reichen, müssen die Raketen eine Reichweite von mindestens 5 000 Kilometern haben.

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US-Raketenabwehr und Kalter Frieden

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

Ilja Kramnik, RIA Novosti

Die Aufstellung der US-Raketenabwehr (ABM-System) in Europa wird allmählich Realität.

Das am 8. Juli mit Tschechien unterzeichnete Abkommen über die Stationierung einer Radarstation und das in Vorbereitung befindliche Abkommen mit Polen über den Bau von Startstellungen für Abfangraketen wirft die Frage nach der Kriegsgefahr auf, die das geplante ABM-System heraufbeschwört.

Es sind bereits einige Mythen um das Raketenabwehrsystem, besonders in Bezug auf Europa, entstanden. Zum Beispiel, dass die Raketenschächte in Polen nicht für Abfang-, sondern für ballistische Mittelstreckenraketen bestimmt seien.

Diese Raketen könnten innerhalb von wenigen Minuten die wichtigsten Koordinationszentren in Moskau und Umgebung treffen und so das Land und die Streitkräfte führungslos machen. Entspricht das der Realität, so würde tatsächlich eine ernsthafte Gefahr bestehen, doch vorläufig ist dem nicht so.

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US-Raketenabwehr in Tschechien: Einige unerfreuliche Erkenntnisse

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

Pjotr Romanow, RIA Novosti

Die US-Raketenabwehr (ABM-System) in Europa nimmt langsam konkrete Gestalt an.

Der erste Stein ins Fundament wurde durch die Unterzeichnung des Dokuments über die Aufstellung eines Radars in Tschechien gelegt. Natürlich können wir uns an hypothetische Möglichkeiten klammern.

Beispielsweise daran, dass das tschechische Parlament das Dokument im Herbst nicht verabschieden oder dass die neue Administration des Weißen Hauses plötzlich ihre Weltanschauung revidieren könnte. Oder dass jemand im Kongress sich aus eigenen Überlegungen heraus noch einige Zeitlang gegen die Ausschüttung der geforderten Gelder für die ABM-Errichtung stemmt. Theoretisch ist alles möglich, doch in der Praxis sieht es so aus, als ob der Zug bereits abgefahren sei.

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US-Radar in Tschechien: Russland kündigt Gegenmaßnahmen an

Verfasst von Kris Roman am Juli 10, 2008

 

Nach der Unterzeichnung des Raketenabwehr-Vertrages zwischen den USA und Tschechien kündigt Moskau angemessene Gegenmaßnahmen an.

Das Heranrücken des strategischen Arsenals der USA an Russland gefährde das russische Verteidigungspotential, erklärte das russische Außenministerium am Dienstag. Deshalb müsse die russische Seite angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen, um die potentiellen Gefahren abzuwehren.

US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr tschechischer Amtskollege Karel Schwarzenberg haben am Dienstagnachmittag einen Vertrag über den Aufbau eines US-Raketenabwehrradars in Tschechien unterzeichnet.

Die USA wollen zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren, um sich angeblich vor einem möglichen Raketenüberfall aus Iran und Nordkorea zu schützen. Russland sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet und droht, die Basen mit Raketen ins Visier zu nehmen.

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Russland an der Kreuzung Eurasiens

Verfasst von Kris Roman am Juli 5, 2008

Sanobar Schermatowa, RIA Novosti

Wird sich die Politik Russlands in der Zentralasien ändern?

Diese Frage stellten sich die Beobachter am Vorabend der Reise Dmitri Medwedews nach Zentralasien. Am heutigen Freitag besucht der russische Präsident Turkmenien statt, danach schaut er kurz bei den Kasachen vorbei. Für den Herbst sind Visiten nach Kirgisien und Tadschikistan geplant, wo die GUS- und SOZ (Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit) -Gipfel stattfinden werden.

Die kommenden Gipfeltreffen lassen uns zur Frage zurückkehren, wie groß die Bedeutung Zentralasiens für Russland ist?

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FSB verhindert Terroranschläge im Kaukasus und Moskau

Verfasst von Kris Roman am Juni 10, 2008

FSB-Direktor Alexander Bortnikow vermeldet einen Erfolg im Kampf gegen den Terror. Seinen Angaben zufolge haben FSB und Innenministerium gemeinsam eine ganze Serie von geplanten Terroranschlägen verhindert.

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Russland baut eigenen Raketenstartplatz auf Kourou in Französisch-Guayana

Verfasst von Kris Roman am Mai 27, 2008

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will bereits 2009 sämtliche Anlagen für den Bau des russischen Startplatzes auf dem Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana (Südamerika) liefern.

Das teilte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow am Dienstag mit. Der erste Transport sei für diesen Juli geplant, der letzte für Anfang kommenden Jahres, sagte er. Gleichzeitig mit der Ausrüstung müsse Russland vier Trägerraketen vom Typ Sojus-ST nach Kourou liefern, die für kommerzielle Raumstarts bestimmt seien.

Kourou ist einer der am günstigsten gelegenen Weltraumbahnhöfen der Welt. Dank der Äquatornähe können die modernisierten Trägerraketen Sojus-ST von hier aus deutlich schwerere Lasten als von den russischen Startplätzen Baikonur und Plessezk ins All befördern.

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Moskau arbeitet an Wiedervereinigung von Moldawien und Transnistrien – „Kommersant“

Verfasst von Kris Roman am Mai 16, 2008

Moskau will demnächst im Konflikt um das abtrünnige Transnistrien in Moldawien einen Schlussstrich ziehen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Gelingt der Plan, das gespaltene Land wiederzuvereinigen, so wird Moskau der Welt beweisen, dass der Nicht-Beitritt zur Nato ein direkter Weg zur Wiederherstellung der territorialen Integrität sei.

Im März hatten das russische Außenministerium und die Staatsduma (Parlamentsunterhaus) erklärt, der Konflikt um die abtrünnige Dnjestr-Republik könne nun endgültig beendet werden. Woraufhin die russischen Behörden daran gingen, eifrig an der Annäherung der Positionen von Chisinau und Tiraspol zu arbeiten. In Moskau wird das ernsthaft als ein wichtiges außenpolitisches Projekt betrachtet, mit dessen Hilfe man der Welt seine Handlungsfähigkeit als Friedensstifter beweisen könne. Besonders angesichts der umstrittenen Lösung des Kosovo-Streits. „Wir sehen unsere historische Mission in der Vereinigung Moldawiens“, sagte der „Kommersant“ Nikolai Fomin, stellvertretender Leiter des GUS-Ressorts im russischen Außenministerium.

Es wurde beschlossen, die historische Mission nicht auf die lange Bank zu schieben. Quellen in der Kreml-Aministration prophezeien einen baldigen „Durchbruch“ im Konflikt um die Dnjestr-Republik. Vor allem das regierende Tandem Medwedew-Putin soll dabei eine wichtige Rolle spielen.

Fomin teilte der Zeitung mit: „Moskau bereitet ein Treffen von Vladimir Voronin (Moldawiens Präsident) und Igor Smirnow (Transnistriens Präsident) in Russland vor. Im Beisein des Präsidenten und des russischen Ministerpräsidenten werden sie einen Händedruck austauschen und ihre bevollmächtigten Vertreter ernennen, die ihrerseits eine politischen Regelung ausarbeiten und sich über den Status Transnistriens einigen werden.“

Am Mittwoch trafen sich in Brüssel die Parlamentsvorsitzenden von Moldawien und Transnistrien, Marian Lupu und Jewgeni Schewtschuk. Sie sprachen sich für eine baldigste Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Transnistrien-Streit im Format 5 + 2 aus (Moldawien, Transnistrien, OSZE, Russland, Ukraine und als Beobachter die USA und EU). Es wird angenommen, dass gerade der Verhandlungsprozess die Lösung des Transnistrien-Problems gefunden werden könne.

Russland hilft Voronin keineswegs uneigennützig, die rebellische Region nach Moldawien zurückzuführen. Von Chisinau wird die internationale Festlegung der ständigen Neutralität Moldawiens erwartet, damit es garantiert nicht der Nato beitritt. Der neutrale Status ist in der moldawischen Verfassung festgeschrieben, aber Moskau findet das ungenügend und verlangt zusätzliche Garantien, besonders seit die Ukraine und Georgien in den Nordatlantikpakt streben. Von Voronin wird ferner erwartet, dass er sich von der GUAM distanziert. Im März erfreute er den Kreml bereits mit der Erklärung über den möglichen Austritt aus dieser Organisation, die Russland nicht freundschaftlich gesinnt sei.

Nach einer Serie von Gesprächen im russischen Außenministerium und im Präsidentenamt hat Igor Smirnow seine Kampfhetorik gegenüber Chisinau beinahe aufgegeben und redet nicht mehr von der Notwendigkeit, seine Republik nach dem Kosovo-Vorbild anzuerkennen.

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Putin verspricht Unterstützung für russische Museen und Theater

Verfasst von Kris Roman am Mai 12, 2008

Die russische Regierung wird einheimische Museen, Theater und Bibliotheken nach Kräften fördern.

Das sagte Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin am Montag bei der Eröffnung der Ausstellung „Kunstsammlung von Mstislaw Rostropowitsch und Galina Wischnewskaja“ im Konstantin-Palast in Strelna bei St. Petersburg. „Wir sind uns darüber im klaren, welche moralische Ladung die Kultur hat, wie wichtig sie für die harmonische Entwicklung und Einheit der russischen Gesellschaft, für die Festigung unserer Staatlichkeit ist“, sagte der Ex-Präsident. Die Regierung werde alles in ihren Kräften Stehende tun, um das Kulturerbe des Landes zu wahren und zu mehren, versicherte Putin.

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Putin bedankt sich für Rückführung der Sammlung von Rostropowitsch und Wischnewskaja nach Russland

Verfasst von Kris Roman am Mai 12, 2008

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat sich bei allen bedankt, die die vom Cellisten Mstislaw Rostropowitsch und der Operndiva Galina Wischnewskaja angelegte Kunstsammlung nach Russland zurückgeführt hatten.

„Heute feiern wird ein markantes Ereignis im Kulturleben von St. Petersburg und ganz Russland“, sagte der Ex-Präsident am Montag bei der Eröffnung der Ausstellung „Kunstsammlung von Mstislaw Rostropowitsch und Galina Wischnewskaja“ im Konstantin-Palast in Strelna bei St. Petersburg. „Dieser Sammlung liegen Werke der russischen Kunst aus dem 18.-20. Jahrhundert zugrunde, die dank Bemühungen von hwei herausragenden Vertretern der russischen Kultur – Mstislaw Rostropowitsch und Galina Wischnewskaja – für uns erhalten werden konnten. Diese reiche Kollektion wurde im Laufe von 30 Jahren gesammelt“, sagte Putin.

„Eine solche Sammlung konnten nur Menschen anlegen, die selbst talentiert sind, die gut verstehen, was die nationale Kultur bedeutet… Der Dank geht auch an all jehe, die in den besten Traditionen des russischen Mäzenatentums zur Rückführung der Sammlung nach Russland beigetragen haben, vor allem an Herrn (Alischer) Usmanow“, sagte Putin.

Die Sammlung zählt knapp 900 Kunstwerke. Nach Rostropowitschs Tod beschloss seine Ehefrau Wischnewskaja im September 2007, die Sammlung im Auktionshaus Sotheby’s versteigern zu lassen. Einen Tag vor dem Handel wurde bekannt gegeben, dass die Sammlung komplett vom großen russischen Geschäftsmann Alischer Usmanow – Generaldirektor der Gazprominvestholding – gekauft und dem russischen Staat geschenkt wurde. Dabei äußerte Usmanow den Wunsch, dass die Sammlung im Konstantin-Palast ausgestellt wird.

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Gorbatschow wirft den USA Kriegstreiberei vor

Verfasst von Kris Roman am Mai 8, 2008

Nach Ansicht des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow kann den Versprechen der US-Regierung kein Vertrauen geschenkt werden.

„Die USA haben versprochen, dass die Nato nach dem Kalten Krieg nicht über die Grenzen Deutschlands hinausgehen wird. Heute ist die Hälfte von Mittel- und Osteuropa Mitglied dieser Allianz. Wie wir sehen, sind ihre Versprechen nichts wert. Das zeigt, dass man ihnen nicht vertrauen kann“, sagte Gorbatschow in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der britischen Zeitung „Daily Telegraph“.

„Die USA mögen niemanden, der unabhängig handelt. Jeder US-Präsident braucht einen Krieg“, betonte der Friedensnobelpreisträger von 1990.

„Wir hatten nach dem Kalten Krieg zehn Jahre für den Aufbau einer neuen Weltordnung gehabt. Wir haben diese Zeit verpasst“, sagte Gorbatschow.

Seiner Meinung nach sind die Äußerungen von US-Regierungsvertretern, die Moskau eine aggressive Rhetorik vorwerfen, grundlos. Gerade Washington trage die Verantwortung für die Eskalation von Spannungen in der Welt.

„Das Problem ist nicht Russland. Russland hat keine Feinde, und Putin hat nicht die Absicht, einen Krieg gegen die USA oder irgendein anderes Land zu beginnen.

Heute sehen wir, dass die USA einem Militärhaushalt zustimmen und der Verteidigungsminister des Landes verspricht, die konventionellen Streitkräfte wegen der Möglichkeit eines Krieges gegen China und Russland aufzustocken.

Ich habe mitunter das Gefühl, dass die USA beabsichtigen, einen Krieg gegen die ganze Welt zu führen“, sagte Gorbatschow in Bezug auf Pentagon-Chefs Robert Gates, der im vergangenen Jahr von einer Bedrohung seitens Chinas und Russlands gesprochen hatte.

Auf den geplanten Aufbau des US-Raketenabwehrsystems in Europa eingehend, bezeichnete Gorbatschow diesen Schritt als sehr gefährlich, der das Wettrüsten ankurbelt.

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Die meisten Russen glauben an ein gutes Leben in Russland – Umfrage

Verfasst von Kris Roman am Mai 3, 2008

RIA Novosti

53 Prozent der russischen Bürger glauben, Russland könne „zum attraktivsten Land zum Leben“ werden. Nur 28 Prozent der Befragten sind anderer Meinung. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM hervor.

Jeder Fünfte (19 Prozent) ist diesbezüglich unentschlossen.

Die 35- bis 44-jährigen sind in dieser Frage skeptischer als die junge Generation.

30 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass der Wohlstand der Bürger wachsen muss, damit das Leben angenehmer wird. Neun Prozent setzen auf eine entwickelte Wirtschaft und sieben Prozent auf die Möglichkeit, Arbeit zu finden.

Fünf Prozent meinen, dass das Wohnproblem gelöst werden muss und die nationale Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit sichergestellt werden müssen. Vier Prozent wünschen sich eine kostenlose und zugängliche gute Ausbildung, ein würdiges Altwerden, soziale Sicherheit sowie Stabilität.

25 Prozent, die an eine Verbesserung des Lebensstandards in Russland glauben, meinen, dass die vielfältige Natur und das große Territorium des Landes hierbei eine Rolle spielen. Nur 13 Prozent glauben, dass das Schicksal Russlands in den Händen seiner Bürger liegt. Vier Prozent glauben, die große Anzahl talentierter Menschen im Land könne das Leben verbessern.

Neun Prozent verzeichnen bereits jetzt eine aktive Entwicklung ihres Landes. Fünf Prozent der Interviewten sehen vor allem wirtschaftliche und industrielle Fortschritte. Vier Prozent sagen, in Russland herrsche Stabilität und dass der richtige Kurs gewählt worden sei.

Sechs Prozent meinen, dass viel vom Präsidenten des Landes abhängen wird und vier Prozent hoffen, dass der neu gewählte Staatschef Dmitri Medwedew den Kurs des scheidenden Präsidenten Wladimir Putin fortsetzen wird.

15 Prozent nennen Korruption, die Willkür der Behörden und Beamten als die größten Hindernisse für eine Verbesserung des Lebens in Russland. Rund elf Prozent meinen, dass das Fehlen von Ordnung und Stabilität, die Entfremdung des Staates von den Problemen der Bevölkerung sowie das niedrige Lebensniveau und Armut die Haupthindernisse für positive Veränderungen sind.

Die Umfrage wurde am 12./13. April in verschiedenen Gebieten Russlands durchgeführt. Es nahmen 1600 Menschen daran teil.

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Russische 16. Luftarmee bekommt neue Su-34

Verfasst von Kris Roman am April 11, 2008

 

Die 16. russische Luftarmee stellt bis Ende 2008 neue Mehrzweckflugzeuge Su-34 in Dienst.

Dies gab der Chef der Armee, Generalmajor Alexander Belewitsch bekannt.

Der Kampfjet Su-34 kann zu jeder Tageszeit, unter beliebigen Wetterbedingungen und in jedem geographischen Gebiet Land-, See- und Luftziele unter Einsatz neuer, auch hochpräziser, Fliegermunition zerstören.

Ihren Kampfmöglichkeiten nach zählen die Su-34-Maschinen zur Generation Vier Plus. Der Jet ist neben neusten Computern auch mit einem aktiven Sicherheitssystem ausgestattet, das dem Piloten und dem Flugnavigator gezieltes Bombardieren und Manövrieren unter Gegnerfeuer ermöglicht.

Die Kampfmaschine weist ausgezeichnete aerodynamischen Eigenschaften auf, hat großräumige innere Treibstoffbehälter, ist zum Nachtanken in der Luft fähig, hat hochwirtschaftliche Bypass-Triebwerke und angehängte zusätzliche Treibstoffbehälter.

Die Su-34 kann über eine größere Entfernung fliegen, die der Reichweite eines mittleren strategischen Bombenflugzeuges nahe sind.

 

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EIL – Weltraumbahnhof Wostotschny wird bis 2015 fertiggestellt

Verfasst von Kris Roman am April 11, 2008

Der neue russische Weltraumbahnhof Wostotschny (Gebiet Amur) wird bis zum Jahr 2015 fertiggestellt. 2020 werden alle bemannten Weltraumprojekte dorthin verlegt.

Das sagte der Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, nach einer Sitzung des russischen Sicherheitsrates über die Entwicklung der Weltraumtätigkeit am Freitag im Kreml.

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Russlands Sicherheitsrat nimmt Programm für Weltraumerschließung bis 2020 an

Verfasst von Kris Roman am April 11, 2008

Der Sicherheitsrat Russlands hat auf einer Sitzung am Freitag eine politische Entwicklungsstrategie für die Weltraumbranche bis zum Jahr 2020 und die weitere Perspektive angenommen. Das geht aus einer Mitteilung des Pressedienstes des Rates hervor.

Wie es heißt, bestimmt die Strategie „die staatlichen Interessen, die Hauptziele, die grundlegenden Prinzipien, die vorrangigen Richtungen und Aufgaben der Politik Russlands in Weltraumforschung und -erschließung, darunter die Aufgaben der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich“.

Laut dem Dokument ist die Politik Russlands darauf ausgerichtet, dass das Land den Status der führenden Weltraummacht bewahrt.

„Es wird bestätigt, dass Russland sich an die bedingungslose Erfüllung der internationalen Verpflichtungen hält und im Rahmen der Prinzipien des Völkerrechts seine Interessen in der Weltraumbranche verteidigen wird“, heißt es in der Pressemeldung.

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Mongolischer Premier setzt auf Kooperation mit Russland

Verfasst von Kris Roman am April 11, 2008

Der mongolische Premier Sanjiin Bayar verweist auf ein hohes Niveau des politischen Dialogs mit Russland und hofft, dass die russischen Kollegen der Mongolei zu einer bessern Versorgtheit verhelfen werden.

„Der politische Dialog zwischen Russland und der Mongolei weist ein sehr gutes Niveau auf“, sagte Bayar bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml.

Wie der mongolische Premier äußerte, wird „das solide Paket von Dokumenten“, das während seines Besuches in der russischen Hauptstadt unterzeichnet wurde, „die Möglichkeit bieten, die traditionelle Zusammenarbeit beider Länder zu festigen und auszuweiten“.

Bayar dankte der russischen Seite für die Getreidehilfe im vergangenen Jahr sowie für die Lieferungen von Ölprodukten zu ermäßigten Preisen.

Sanjiin äußerte die Hoffnung, dass die Mongolei in den nächsten Jahren zu einem gut versorgten Land, zumindest in Bezug auf Getreide, wird.

Auf den Abbau von Vorkommen in der Mongolei eingehend, äußerte Bayar sein Bedauern darüber, dass in seinem Land „es im Bereich der Gesetzgebungsbasis nur langsam vorangeht“.

„Beim Fehlen einer zuverlässigen rechtlichen Basis ist es schwierig, sich mit Geschäftspartnern zu verständigen“, sagte der mongolische Premier. Er äußerte die Hoffnung, dass dieses Problem in nächster Zeit ausgeräumt wird.

Bayar sagte auch, im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen hätten sich die Parteien der Mongolei darüber verständigt, „die Frage der Erschließung neuer Vorkommen aus der aktuellen Politik auszuklammern“.

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Autobauer Avotvaz will mehr Ladas in Deutschland verkaufen

Verfasst von Kris Roman am April 10, 2008

Der russische Autobauer AvtoVaz will den Absatz des Ladas auf dem deutschen Markt um 30 Prozent auf 2400 Wagen erhöhen.

„2007 wurden 1900 Lada-Wagen in Deutschland verkauft, was die Absätze vom Jahr 2006 um 30 Prozent übersteigt. Bereits im Laufe der drei ersten Monate dieses Jahres gibt es einen Anstieg des Absatzes um 25 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wir setzen viel auf den Kombiwagen Lada 1117, der mit 1,4-Liter Motor, ABS, Klimaanlage und Kopfstütze im Fond ausgestattet ist. Dieses Auto wird gute Aussichten in Deutschland haben“, sagte der Generaldirektor des deutschen Importeurs, die Lada Automobile GmbH, Dieter Trzaska.

Nach Angaben von AvtoVaz entfallen derzeit etwa 60 Prozent der Lada-Absätze in Deutschland auf den Geländewagen Lada 4×4. Auf die Familie Lada 1118 kommen etwa 30 Prozent der Absätze. Die restlichen zehn Prozent entfallen auf den Lada 111.

Die Lada Automobile GmbH ist der offizielle Importeur von Lada-Autos in Deutschland und Österreich. Derzeit beträgt die Zahl der Lada-Vertragspartner in Deutschland mehr als 300 Unternehmen.

AvtoVaz hatte im vorigen Jahr insgesamt 770 000 Fahrzeuge verkauft. Der Gewinn des Unternehmens lag bei 100 Millionen Euro.

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Russlands Zentralbank meldet weiteren Anstieg der Gold- und Devisenreserven

Verfasst von Kris Roman am April 10, 2008

Russlands Gold- und Devisenreserven sind vom 28. März bis 04. April um 1,2 Milliarden auf 508 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Dies teilte das Presseamt der russischen Zentralbank am Donnerstag mit.

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US-Senator Lugar besorgt über Russlands Einfluss auf Nato

Verfasst von Kris Roman am April 9, 2008

RIA Novosti

 

Nach Ansicht des republikanischen Senators Richard Lugar kann Russland die Nato-Beschlüsse beeinflussen und hat das im Fall Ukraine und Georgien deutlich an den Tag gelegt.

„Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Einwände Deutschlands gegen den Anschluss der Ukraine und Georgiens an den Aktionsplan für die Nato-Mitgliedschaft in vieler Hinsicht mit Russland und der Energiewirtschaft verbunden waren“, betonte Lugar als Vizechef des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats am Dienstag bei einer Anhörung im Capitol in Washington.

Der Politiker verwies darauf, dass „heute einige Nato-Länder in ihrer Energiewirtschaft von Russland abhängen“. „Stellen die Energievorräte Russlands faktisch ein Vetorecht dieses Landes gegen Nato-Handlungen dar?“ lautete die rhetorische Frage des Senators.

Lugar äußerte seine Zweifel daran, dass die Einladung von Russlands Präsident Wladimir Putin zum Nato-Gipfel in Bukarest eine richtige Entscheidung war. „Er hat der Allianz vorgeworfen, diese dämonisiere Russland“, so der Senator. „Stellen Sie sich nur vor, was er gesagt hätte, hätte die Allianz den Anschluss der Ukraine und Georgiens an den Aktionsplan für die Nato-Mitgliedschaft zugestimmt.“

„In einigen Presseberichten habe ich außerdem gelesen, dass sich Präsident Putin geweigert hat, ein gemeinsames Kommuniqué der Nato und Russlands zu unterzeichnen, und dass diese Weigerung mit dem Nato-Versprechen verbunden war, die Ukraine und Georgien einmal in die Nato aufzunehmen“, fügte Lugar hinzu.

Er rief auf, aus dem Bukarester Nato-Gipfel eine Lehre zu ziehen und bei der Vorbereitung des nächsten Gipfeltreffens zu berücksichtigen.

Auf Bitte von Senator Barak Obama ging Kurt Walker, designierter neuer US-Botschafter bei der Nato, auf den Gipfel in Bukarest ein und stellte fest: „Mit Besorgnis stellen wir fest, dass Russland von einer Art Veto-Recht Gebrauch macht oder zumindest die Nato einschüchtert, damit sie diese oder jene Beschlüsse nicht fasst.“

„Um klar zu verstehen zu geben, dass Russland ein solcher Einfluss nicht gelingt, hat die Allianz beschlossen, überaus direkt zu erklären, dass die Ukraine und Georgien Nato-Mitgliedsländer werden“, fügte Walker hinzu.

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Russischer Unternehmerverband für Gashandel auf Rubel-Basis

Verfasst von Kris Roman am April 9, 2008

Der Russische Industriellen- und Unternehmerverband hat sich für den Handel mit strategisch wichtigen Börsenwaren, vor allem mit Erdgas, auf der Rubel-Basis ausgesprochen.

Ein dahin gehender Vorschlag wurde am Dienstag bei einem Treffen von Verbandsmitgliedern mit dem designierten russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unterbreitet, hieß es offiziell in Moskau. „Medwedew unterstützte die Initiative“, teilte Verbandspräsident Alexander Schochin auf einer Pressekonferenz mit.

„Der Verband betrachtet die Umstellung des Börsenhandels in Russland auf den Rubel als eine Maßnahme zur Umwandlung des Rubels in eine international anerkannte Währung. Allerdings sollen Experten zuerst prüfen, wie sich die steigende Nachfrage nach Rubelmitteln auf die Wirtschaft Russlands auswirken könnte“, sagte Schochin.

Die Verbandsmitglieder und der künftige Präsident erörterten auch Probleme von Privatbusiness, darunter Varianten der Zusammenlegung des großen Bunt- und Edelmetallproduzenten Norilsk Nickel mit dem Aluminiumhersteller RusAl oder mit Gazmetall. Zuvor hatten bereits Norilsk-Nickel-Chef Wladimir Potanin und Medwedew dieses Problem diskutiert.

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Schirinowski für Allianz Russlands mit Türkei und Iran

Verfasst von Kris Roman am April 7, 2008

Russlands Rechtspopulist Wladimir Schirinowski hat sich für eine strategische Allianz Russlands mit der Türkei und dem Iran ausgesprochen. Den Vorschlag unterbreitete er in Istanbul als Gegengewicht zur NATO.

Die Allianz werde enormes wirtschaftliches und militärisches Potenzial haben, warb Schirinowski für seine Idee. Vor allem den Türken versuchte er seinen Plan schmackhaft zu machen.

„Die Türkei wartet schon über 50 Jahre auf ihre Chance in die EU aufgenommen zu werden, doch sie wird abgewiesen und wahrscheinlich niemals aufgenommen“, erklärte Schirinowski. Unter diesen Umständen solle die Türkei ihren Austritt aus der NATO beantragen und sich einer Ost-Allianz anschließen, schlägt Schirinowski vor.

Es sind nicht die ersten Allianzvorschläge des russischen Skandalpolitikers. Eine mehr oder weniger feste Union schlug Schirinowski bereits Weißrussland,Serbien und dem Irak vor. Alle diese Gebilde waren als Gegengewicht zum Westen gedacht.

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Russlands Fiskus fordert Millionen von Procter & Gamble

Verfasst von Kris Roman am April 7, 2008

Die russischen Steuerbehörden wollen insgesamt 670 Mio. Rubel (18 Mio. Euro) vom Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble. Angeblich hat der US-Konzern seine Steuern nicht bezahlt.

So soll Procter & Gamble in den Jahren 2003/2004 482,6 Mio. Rubel (13 Mio. Euro) Umsatz- und Gewinnsteuer unterschlagen haben. Zusätzlich fordert Russland nun 189 Mio. Rubel (5 Mio. Euro) vom Unternehmen an verschiedenen Strafzahlungen.

Nach Angaben des russischen Chefs von Procter & Gamble, Viktor Kromarenko, hat das Unternehmen bereits Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, ist noch nicht bekannt.

In der Vergangenheit hatten die russischen Steuerbehörden bereits mehrfach ausländische Unternehmen unter Druck gesetzt. Unter anderem musste das amerikanische Consulting-Unternehmen 

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Explosion in Wohnhaus durch Waffenschmiede verursacht

Verfasst von Kris Roman am April 7, 2008

Die Explosion hatte auf halber Höhe in dem 22 Stockwerke hohen Wohnhaus vier Fassadenplatten herausgerissen und einen schweren Brand verursacht. Das Unglück forderte drei Tote – neben den beiden Verursachern kam auch noch eine Nachbarin ums Leben. 45 Menschen wurden vorübergehend obdachlos. 
Die Explosion wurde durch ein Schweißgerät mit Gasflasche verursacht, mit dem zwei junge Leute in einer Wohnung an mittelalterlichen Ritterausrüstungen arbeiteten. Wie Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow erklärte, hätten die Unglücksverursacher nach historischem Vorbild Kettenhemden und Helme produziert. 

Die Moskauer Polizei dementierte Medienberichte, wonach die beiden getöteten Studenten auch Aktivisten der rechtsradialen „Bewegung gegen illegale Immigration“ (DPNI) gewesen seien. Darüber gäbe es keine Informationen, so die Pressestelle.

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20 Verletzte bei Massenschlägerei in Twer

Verfasst von Kris Roman am April 7, 2008

 

Twer. Nahe der Stadt Rschew im Gebiet Twer ist es zu einer Massenschlägerei zwischen Russen und Armeniern gekommen. Bei der Auseinandersetzung wurden 20 Personen, z.T. schwer verletzt. Ein Mann schwebt in Lebensgefahr.

 

Die Schlägerei fand bereits am Sonntagnachmittag in der Ortschaft Murawjowo statt. Auslöser des Konflikts soll ein zuvor gestohlenes Auto gewesen sein.

Die beiden Gruppen seien während der Verhandlungen handgreiflich geworden, so dass es schließlich zu einer Massenschlägerei gekommen sei, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit. Der Konflikt habe keinen rassistischen Hintergrund, betonte er. Die Polizei hat wegen des Vorfalls ein Strafverfahren gegen die Beteiligten wegen Rowdytums und schwerer Körperverletzung erlassen.

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Nato-Erweiterung führt zu Sicherheitschaos

Verfasst von Kris Roman am April 6, 2008

Alexander Chramtschichin für RIA Novosti

 

Auf dem Nato-Gipfel Anfang April in Bukarest können drei Balkan-Länder (Kroatien, Mazedonien und Albanien) mit einem Beitrittsangebot rechnen.

Das wird die wichtigsten Trends in der Entwicklung des Militärbündnisses, die sich nach Beendigung des Kalten Krieges bildeten, erneut bestätigen. Die Osterweiterung verliert vollends den militärischen Sinn und wird zum Selbstzweck. Die NATO existiert um ihrer extensiven Erweiterung willen, wobei die militärische Effizienz überhaupt keine Bedeutung hat. Ausnahmslos alle osteuropäischen Länder, die 1999 und 2004 in die NATO aufgenommen wurden, sind ausgesprochene Nutznießer des Sicherheitssystems – unfähig, selbstständig den Schutz des eigenen Landes zu sichern. Dabei bauen sowohl die „neuen“ als auch die „alten“ Nato-Mitglieder ihre Streitkräfte weiter ab. Demnach muss der Block mit immer geringeren Kräften ein immer größeres Territorium beschützen. Falls die oben genannten Balkan-Länder aufgenommen werden, wird diese Sachlage nur noch deutlicher hervortreten, besonders in Anbetracht der äußerst schwachen Streitkräfte von Albanien und Mazedonien.

Es kann angenommen werden, dass die NATO-Erweiterung eine Demonstration der sich ausdehnenden Zone von „Freiheit und Demokratie“ in Europa mit rein politischer Bedeutung ist. Zudem ging der ursprüngliche Sinn der NATO bereits 1991 verloren, aber wie jede bürokratische Organisation ging sie zum Selbsterhaltungsregime über – unabhängig davon, ob besagte Struktur nötig ist. Von diesem Standpunkt aus ist die Osterweiterung eine ideale Gelegenheit, den Bürokraten im Brüsseler Hauptquartier für längere Zeit eine „wichtige Beschäftigung“ zu geben. Zum Stichwort „europäische Sicherheit“ steht der Prozess selbstverständlich in keiner Beziehung, zumal es nicht ganz verständlich ist, wer und was diese Sicherheit bedroht. Die neuen NATO-Mitglieder sehen Fakt der Mitgliedschaft offenbar als eine rein psychologische Befriedigung (das Gefühl der Zugehörigkeit zur „zivilisierten Welt“ und die Illusion der Sicherheit, die, wie ich wiederholen möchte, ohnehin von niemandem bedroht wird).

Wirklich gefährlich für die europäische Sicherheit ist heute und in absehbarer Zukunft wohl nur der Anstieg des Drogenhandels aus Afghanistan. Gerade hier zeigt sich besonders deutlich die militärische Handlungsunfähigkeit der NATO, deren Truppen sich in Afghanistan befinden, doch zur Bekämpfung der Drogengefahr praktisch nichts unternehmen.

In Russland werden alle genannten Entwicklungstrends der NATO leider nur wenig erkannt, hierzulande überwiegt die traditionelle, aus den Zeiten des Kalten Kriegs stammende paranoide Sicht auf den transatlantischen Militärblock. Teilweise wird diese Sicht übrigens durch den Fakt der NATO-Erweiterung aufrechterhalten (der Umstand, dass in diesem Prozess kein Sinn zu erkennen ist, erregt unwillkürlich den Verdacht, dass der Prozess aggressiv gegen Russland gerichtet ist). Dennoch wird die Aufnahme der drei Balkanländer in Moskau wohl kaum eine ernste Reaktion auslösen, so offensichtlich ist die militärische Schwäche dieser Länder und ihre Entfernung von den russischen Grenzen.

Ganz anders wird in Russland dagegen die Aufnahme Georgiens und erst recht der Ukraine in die NATO aufgefasst werden: nicht einfach als Eindringen in den traditionell russischen Einflussbereich (selbst wenn heute das Bestehen eines solchen in großem Maße eine Illusion ist), sondern auch als eine beinahe direkte Aggression, denn das Bündnis wird sich unmittelbar an Russlands Grenze annähern – und das an einem recht langen Abschnitt dieser Grenze. Dass sich in diesem Fall die NATO-Verantwortungszone ausgebaut wird, die Truppenkontingente der Pakt-Staaten aber zumindest nicht zunehmen, wird unberücksichtigt bleiben.

Es ist klar, dass im Falle des Beitritts der Ukraine und Georgiens zur NATO der Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa endgültig begraben wird, denn dann verliert er tatsächlich jeden Sinn. Dementsprechend wird Russland das Kontingent seiner Streitkräfte im europäischen Teil des Landes durch die Verlegung von Truppen aus der Transural-Region nach Europa aufstocken. Wahrscheinlich wird Russland auch aus dem INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces) aussteigen.

Es unterliegt keinem Zweifel, dass Russland auf Abchasien und Südossetien mindestens die Formel „alles außer der Anerkennung“ anwenden und im Extremfall ihre Unabhängigkeit anerkennen wird. In dieser Hinsicht haben die westlichen Länder Russland durch Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit einen Bärendienst erwiesen. Die Erklärungen der führenden Politiker im Westen, das Kosovo sei einzigartig und könne keinen Präzedenzfall schaffen, beruhen auf augenfällig absurden Argumenten und sind eine unverkennbare Aussage der Doppelstandards. Vom Standpunkt des Völkerrechts wie auch des gesunden Menschenverstands haben die Völker Abchasiens und Südossetiens um kein Jota weniger Rechte auf die Selbstbestimmung als die Kosovo-Albaner. Demnach wird der NATO-Beitritt Georgiens dessen territoriale Integrität zu Grabe tragen und nicht etwa deren Wiederherstellung sichern, wie in Tiflis möglicherweise geglaubt wird.

Völlig unverständlich ist, was der Ukraine der NATO-Beitritt gibt außer dem erwähnten Gefühl der „Zugehörigkeit zur zivilisierten Welt“. Im Westen ist man sich offensichtlich nicht bewusst, dass die Ukraine in ihrer heutigen Form ein völlig künstliches Gebilde, eine Nachfolgerin der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik ist, deren Grenzen die kommunistischen Behörden der UdSSR willkürlich gezogen hatten. In der Ukraine gibt es seit ihrer Unabhängigkeit eine mentale Spaltung, die praktisch nicht auflösbar und sowohl geographischer als auch politischer Natur ist. Jede Handlung, die im Westen und im Südosten der Ukraine auf eine absolut entgegengesetzte Weise aufgefasst wird, vertieft diese Spaltung nur noch mehr und setzt die eigentliche Existenz des Landes aufs Spiel (im Unterschied zu Georgien, geht es in der Ukraine nicht um den Verlust kleiner Autonomien, sondern um die Teilung des Landes). Der NATO-Beitritt gehört zu ebensolchen Handlungen.

Dementsprechend hat die fortdauernde NATO-Erweiterung nichts mit der Festigung der Sicherheit in Europa zu tun. Das Gegenteil ist der Fall. Offenbar ist man weder in Brüssel noch in Washington in der Lage, das zu verstehen.

Zum Verfasser: Alexander Chramtschichin ist Leiter der Analytischen Abteilung am Institut für politische und militärische Analyse (Moskau).

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Bush: US-Raketenschild in Europa bietet keinen Schutz vor russischen Raketen

Verfasst von Kris Roman am April 6, 2008

Die geplanten amerikanischen Raketenbasen in Osteuropa sind laut US-Präsident George W. Bush nicht in der Lage, einen massiven Raketenschlag abzuwehren.

Russland ist laut Bush „kein Feind, sondern ein Land, mit dem man zusammenarbeiten muss“. Der geplante Raketenschild solle gegen Bedrohungen schützen, „denen wir alle ausgesetzt sind.“

Die USA wollen bis 2013 eine Radaranlage in Tschechien und zehn Abfangraketen in Polen stationieren. Russland sieht das US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa gegen sich gerichtet und hat gedroht, die ABM-Basen mit eigenen Raketen ins Visier zu nehmen.

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Putin kritisiert Erweiterungspläne der Nato als Überbleibsel des Kalten Krieges

Verfasst von Kris Roman am April 6, 2008

 

In der Unfähigkeit der Nato, bei ihrer Osterweiterung Halt zu machen, sieht der russische Präsident Wladimir Putin ein Überbleibsel des Kalten Krieges, in dem Russland im Westen als Feind betrachtet wurde.

Statt die ehemaligen Sowjetrepubliken in das Bündnis zu zerren, sollte die Nato die Beziehungen mit Russland verbessern, sagte Putin am Sonntag nach Verhandlungen mit US-Präsident George W. Bush in Sotschi.

„Die technische Erweiterung der Nato ist aus meiner Sicht eine Politik der alten Logik“, sagte Putin. Früher sei Russland als Feind betrachtet worden, heute aber sei es nicht mehr so, betonte der russische Präsident. „Die Unfähigkeit, das Thema zu wechseln, ist, wie Churchill einmal sagte, ein Anzeichen des Radikalismus.“

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Russlands Wohlstandsfonds und Devisenreserven steigen stürmisch – „Financial Times“

Verfasst von Kris Roman am April 5, 2008

IA Novosti). Der Umfang des Nationalen Wohlstandsfonds Russlands kann bis 2011 einen Umfang von 80 Milliarden Dollar erreichen und damit „voraussichtlich zu den zehn größten Fonds gehören“. Das schreibt die britische „Financial Times“ am Sonnabend.

Nach dem heutigen Stand beläuft sich der nationale Wohlstandsfonds nach Angaben des russischen Finanzministeriums auf 32,9 Milliarden Dollar.

Zugleich heißt es im Beitrag, dass „es äußerst wichtig wäre, den potentiellen Einfluss Russlands nicht zu überschätzen“. „Die mit dem Nationalen Wohlstandsfonds verbundene Strategie bleibt im innenpolitischen Kampf stecken“, so die Zeitung. „Außerdem sind Aufrufe zu vernehmen, den Fonds für die Deckung des Defizits des russischen Rentenfonds und der Verschuldung im Bereich der Infrastruktur zu gebrauchen.“

Die Zeitung verweist darauf, dass Russlands Devisenreserven mit ihren 500 Milliarden Dollar gegenwärtig die drittgrößten sind hinter China (1,65 Billionen Dollar) und Japan (980 Milliarden Dollar). Russland reichten lediglich zehn Jahre aus, die nach der Finanzkrise 1998 vergangen sind, um sich der Spitzentroika anzuschließen.

„Laut Schätzungen der Gesellschaft Capital Economics resultierten drei Viertel des Gewinns in diesem Jahr aus den Schwankungen auf dem Devisenmarkt“, schreibt die Zeitung.- „45 Prozent der russischen Reserven entfallen auf den Euro, der gegenüber dem Dollar stark gestiegen ist.“

Weitere Erfolgsfaktoren Russlands seien die hohen Ölpreise und die wieder erwachende Wirtschaft.

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Der neue Kalte Krieg: Wie der Kreml Russland und den Westen bedroht

Verfasst von Kris Roman am April 5, 2008

 

Michail Logvinov für RIA Novosti

 

Der Westen muss alles unternehmen, um Russland einen neuen Kalten Krieg nicht gewinnen zu lassen, in dem Geld, Energie und Propaganda seine gefährlichsten Waffen sind.

So kann man die Kernthese des Buches „Der Kalte Krieg des Kreml. Wie das Putin-System Russland und den Westen bedroht“ (Riemann Verlag, 2008) von Edward Lucas formulieren. Dieses Buch ist starker Tobak. Nach seiner Lektüre wird manchem (nicht nur europäischen) Leser unbehaglich.

Man sieht sich in einer – vom Autor sorgfältig konstruierten – durch das Putin-System gefährdeten freien Welt, die beinahe am Abgrund steht und für die es nur eine einzige Chance gibt zu überleben, und zwar indem man nicht von den Kosten eines neuen Kalten Krieges zurückschreckt, um dem wiedererwachten Russland die Stirn zu bieten.

Das moderne Russland wird von Lucas als äußerer Feind und Feind der offenen Gesellschaft dargestellt, das erstarkt dermaßen an der Subversion des Westens interessiert ist, dass ihm gegenüber eine Eindämmungspolitik Europas und Amerikas notwendig ist. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die uns schaden, uns frustrieren und schwächen wollen“, so der Autor (S. 360).

Dieses Bild ist umso erschreckender, weil es dem Autor gelungen ist, die zu seinen Hetztiraden aus der Zeit des alten Kalten Krieges passenden Ereignisse und Deutungsmuster zusammenzustellen, um seine Vision des Aufkommens eines neuen zu rechtfertigen.    

„Der Westen ist dabei, den neuen Kalten Krieg zu verlieren, kaum dass er ihn als solchen erkannt hat. Wladimir Putin und seine Kreml-Verbündeten haben die Macht in Russland übernommen, werfen einen Schatten über die östliche Hälfte des Kontinents und errichten eindrucksvolle Brückenköpfe in den wichtigsten westlichen Ländern. Und die Bereitschaft zum Widerstand ist bedenklich schwach.

Das ist es, was mich veranlasst hat, nach mehr als 20 Jahren Berichterstattung über die Region nun dieses Buch zu schreiben“, erklärt Lucas seine wohl gründlich überlegte Entscheidung ein Buch zu schreiben, das begründet keine Chance auf einen Preis für Völkerverständigung hat (S. 37).

Für eine Rezension zu seinem Werk ist ein bibliographischer Ansatz am besten tauglich. Denn sein ganzes Leben widmete Lucas dem Stürzen des Kommunismus. An sich wäre dies eine Tugend, wenn er allerdings seine alten Reflexe auf moderne Entwicklungen nicht projizieren würde. Schon auf den ersten Seiten sticht sein Kommunismushass hervor, der seine Feder führt und die Neuauflage des Kalten Krieges rechtfertigt.

Auf die Frage „Wer ist Wladimir Putin?“ reicht ihm der Hinweis auf seine KGB-Vergangenheit und angebliche Herrschaftstraditionen, um eine Atmosphäre der Angst zu schüren. Gegen die Gegenargumente der „selbsternannten Russlandexperten“, die den Kalten Krieg für einen „ausgesprochenen Unsinn“ halten, wehrt er sich vehement, und zwar mit moralischem Überlegenheitsgefühl. 

Urteilen Sie selbst, ob ein Autor, der wie folgt über das Land schreibt, dessen größter Nachfolger Russland wurde, imstande wäre, sich analytisch vorurteilsfrei mit seiner Politik auseinander zu setzen?

„Als Michail Gorbatschows Perestroika (Umgestaltung) und Glasnost (Transparenz) in der Sowjetunion aufleuchteten und wieder verblassten, sah ich das erbärmliche Land in Stücken zerfallen. Die Woche, in der das üble Imperium zusammenbrach, war die glücklichste meines Lebens“ (S. 17).

Und noch ein prägnanter Kommentar aus einem anderen Anlass, der allerdings eine gewisse Kontinuität in der Wahrnehmung erkennen lässt. „Auch unter dem neuen durchsetzungsfähigen Regime im Kreml kann Russland keine militärische Bedrohung für den Westen sein. Es kommt ja nicht einmal mit den verbliebenen separatistischen Kämpfern in Tschetschenien zurecht, einer Provinz mit knapp 600 000 Einwohnern auf einer Fläche, die nicht größer ist als Cornwall.

In seiner abgewirtschafteten, betrunkenen, demoralisierten Armee sind Schikanen normal. Jeden Monat nehmen sich im Schnitt zwölf russische Soldaten das Leben. [...] Die Fähigkeit des Kreml, einen nuklearen Erstschlag zu führen, der die NATO außer Gefecht setzen würde, ist Geschichte“ (S. 15). Die Reihe solcher Urteile kann man ohne Mühe fortsetzen.

Man fühlt sich bei der Lektüre solcher schadensfrohen Passagen an eine alte, von Alexander Rahr beschriebene, Gewohnheit erinnert, sich voller Häme über den ständig stolpernden Erzfeind lustig zu machen. Dennoch setzt Lucas seine Argumentation fort und sieht die Gefahr, soweit eine nukleare Gefahr existiert, vor allem darin, „dass Paranoia und Inkompetenz zu einem unbeabsichtigten Großbrand führen können“ (S. 16).

Wenn von Russland keine direkte militärische Bedrohung ausgeht, wo sieht denn der Autor einen neuen Kalten Krieg entflammen? „Statt die gegnerische Seite mit Sprengstoffen, gehärtetem Stahl und angereichtem Uran zu bedrohen, kämpft man im neuen Kalten Krieg mit Geld, Rohstoffen, Diplomatie und Propaganda“, so der Autor (S. 25).

Der neue Kalte Krieg ist der Krieg um Marktanteile, lautet sein Urteil. Und in diesem Krieg ist die Habgier der Schlüssel, den man zur Erklärung der Kollaboration mit dem Feind heranziehen kann und muss. Denn Russland bedient sich der Wirtschaftslobby, die dem Kreml es ermöglicht, seinen gefährlichen und subversiven Einfluss im Westen zu vergrößern.

„Früher waren es kommunistische Gewerkschaften, die den Westen auf Geheiß des Kreml unterminierten. Jetzt sind es Kreml-freundliche Bankmanager und Politiker, die ihre Heimatländer für 30 Silberrubel betrügen“ (S. 29).

Österreich, Bulgarien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Ungarn, Italien, Lettland, die Niederlande, Portugal, die Türkei und Slowenien, das ist eine unvollständige Liste der Länder, die die Gefahren nicht erkannt haben sowie der Versuchung nicht widerstehen konnten, ein „besonderer Freund“ des Kreml und „zuverlässige Lobby russischer Interessen“ zu sein (S. 33).

Nicht die Invasion der Panzer in Afghanistan wäre ein aktuelles Zeichen der westlichen Schwäche, sondern die Invasion russischer Banken in der Londoner City, so der Autor (S. 26). 

„Während des alten Kalten Krieges hätte kein NATO-Mitglied daran gedacht, sich auf private Deals mit dem Kreml einzulassen. Jedes Angebot der Sowjetunion wurde eingehend überprüft, und nur wenige Vertreter der westlichen Bürokratie sahen einen Vorteil darin, sich dem Ostblock gegenüber freundlich zu verhalten. [...]

Im neuen Kalten Krieg sind solche Geschäfte an der Tagesordnung“, wirft Lucas den NATO- sowie EU-Mitgliedern Verrat vor (S. 33). Argumente, die Vorbehalte gegen Russland würden auf Stereotypen basieren, nennt der Autor Schönfärberei.

Außer subtiler Taktik hat Lucas ein drastischeres Kriegsszenario zu bieten. Baltische Länder als Vorposten der Kalten Krieges qualifizierend, die wie „Westberlin in den Tagen des alten Kalten Krieges“ nicht zu verteidigen wären, stellt er ihren Symbolwert fest: „Wenn sie dem russischen Druck nachgeben, wer wird dann der Nächste sein? Den Kreml schreckt das nicht ab; er ist entschlossen, sie zu teilen und zu isolieren.

[...] Die Frage lautet: Wo wird das enden? Wenn Russland im Kaukasus oder im Baltikum bekommt, was es will, stehen der Balkan und Mitteleuropa als Nächste auf der Liste. Und was dann? Die Arktis? Westeuropa? Stück für Stück erweitert der Kreml seinen Einflussbereich“, schlägt er Alarm (S. 29).

Wie wurde diese düstere Entwicklung möglich und was kann sie aufhalten? Die Lösungen von Lucas sind genauso simpel wie seine schwarz-weiße Wahrnehmung. Früher hätte die Furcht vor der Sowjetunion die westliche Solidarität gefestigt und Europa von Amerika abhängig gemacht. Das sowjetische Feindbild war derjenige psychologische Muskel, der heute zu atrophieren scheint.

Man sei selbstzufrieden anstatt wachsam zu sein, man gewönne Vertrauen anstatt argwöhnisch zu handeln. Die Grundlinie des alten Kalten Krieges war grundsätzlich klar: Amerika sei ein nuklearer Schild in Europa gewesen, der Sicherheit und Freiheit garantierte.

Das Bestreben, mit Russland gute Beziehungen pflegen zu wollen (explizit verweist Lucas auf Deutschlands Versöhnungspolitik) wäre falsch, der Optimismus gegenüber Russland unbedacht.

Was heute durchaus nützlich wäre, sind diese alten Reflexe aus dem Kalten Krieg. Dies ist wohl die Krönung der Argumentation des zu besprechenden Buches (S. 27, 34).

Welche Problemlösungen bieten sich laut Lucas an? Elemente liegen auf der Hand, so der Hardliner (vgl. Kapitel „Wie der neue Kalte Krieg gewonnen wird“). Russland müsse wie ein autoritärer Staat behandelt werden. Europa und Amerika müssten erkennen, dass Russland sie spalten wolle.

Amerika müsse dementsprechend keinen „spalterischen Kuhhandel mit Russland akzeptieren“ und Europa seinerseits „schwelende Verachtung für Amerika fallen lassen“: „Die Europäer mögen im privaten Kreis den russischen Klagen über die Arroganz oder Inkompetenz der Amerikaner zustimmen, aber sie sollten sich vorsehen, diese auch öffentlich zu wiederholen“ (S. 360).

Warum? „Angesichts eines wiederaufstrebenden Russlands braucht Europa Amerika mehr als umgekehrt“, so Lucas weiter.

Neben den rational vertretbaren Forderungen nach der Entpolitisierung und Entmonopolisierung des russischen Energiesektors sowie nach der Durchsetzungsfähigkeit Europas als politischen Akteur enthält das Buch eine sinngemäß entgegengesetzte Aufforderung an den Westen, nationale (Energie)Sicherheit als „Aufgabe der Politiker, nicht der Geschäftsleute“ aufzufassen (S. 362, 363).

Also ruft Lucas die Europäer auf, die Energiesicherheit auf Grund des „moralischen Kapitals“ zu politisieren, während er dem Kreml dieses Recht abstreitet.

Es sei notwendig, die Wettbewerbsbestimmungen durchzusetzen, damit die Nord Stream-Pipeline nicht gebaut, während Nabucco politisch unterstützt und mit Steuergeldern finanziert wird. „Genau wie die NATO ihre Rüstungsausgaben im Kalten Krieg nicht ausschließlich nach den Interessen der Waffenfabriken ausrichtete, muss der Westen jetzt die kommerziellen Interessen der Banken und Energieunternehmen hinter Fragen der nationalen Verteidigung zurückstellen“ (S. 364).

Bemerkenswert ist, dass Lucas die ähnlichen Argumente des Kreml als Propaganda und Westenfeindlichkeit bezeichnet. Allerdings hält der Autor eine moralisierende Ausrede parat. Letztendlich hätte der neue wie auch der alte Kalte Krieg nicht der Westen begonnen und er würde von ihm nur „zögerlich“ ausgetragen.

Das Putin-System müsse grundsätzlich erkennen, dass seine Politik härter und wirksamer bestraft werden könne. Der Ausschluss aus der G-8 hätte eine der Optionen sein können (S. 368).

Ich überlasse es dem Leser, die Strategie des Autors sowie ihre Konsequenzen bis zum Ende zu durchdenken, weise allerdings auf einige nicht uninteressante Punkte hin. Die Vorschläge von Lucas stellen den Versuch dar, Russland aus Europa herauszudrängen.

Welchen Akteuren dies nicht ungelegen kommt, wird anhand des Buches klar. Die Frage ist, ob man durch die Feindkonstruktion „Russland“ und das Heraufbeschwören des neuen Kalten Krieges das Werden Europas als politischer und militärischer Akteur nicht verhindern möchte.

Zweitens sehe ich das Buch von Edward Lucas als Bestätigung von Erkenntnissen mancher Experten, die von einem schleichenden Beginn einer Veränderung der Weltordnung gesprochen haben. „Der im komfortablen Sicherheitsdenken gefangene Westen scheut jedes Risiko und ist in Panik geraten.

In Wirklichkeit zeigt der Streit, dass die romantische Ära des Triumphs des Liberalismus in der Weltwirtschaft sich dem Ende zuneigt. Wir sind Zeugen des Aufbruchs der Weltwirtschaftsordnung in eine neue Zeit. [...]

Vor zehn Jahren hat der Westen 80 Prozent aller Weltenergiereserven durch eigene Ölkonzerne kontrolliert – heute nur noch zehn Prozent“, schreibt Alexander Rahr in seinem neuen Buch „Russland gibt Gas. Die Rückkehr einer Weltmacht“ (Carl Hanser Verlag, 2008) (S. 21).

Und schließlich sehe ich die Argumentationsmuster des „Kalten Krieges des Kreml“ als Bestätigung einer Beobachtung von Rahr, der behauptete: „Die westlichen Irritationen bewiesen, dass alle vorangegangenen Gespräche über eine fruchtbare militärtechnologische Zusammenarbeit mit Russland, unter anderem im Rahmen der NATO-Russland-Partnerscheft, reine Makulatur gewesen sind.

Der Westen spielte die Idee der Partnerschaft nur vor. Niemand hatte ernsthaft vor, sie in die Praxis umzusetzen. Es bestand eben doch kein Vertrauen in eine Zusammenarbeit in sensiblen Bereichen. Der Westen möchte keine wirtschaftlichen Konkurrenten neben sich dulden“ (S. 16).       

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40 Jahres Gagarin

Verfasst von Kris Roman am März 30, 2008

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